1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

Kontrolle bei Wildeshausen: Polizei entdeckt Schusswaffen und Sturmhauben

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Kontrolle mit Hunden: Die Polizei war am Donnerstag Kriminellen auf der Spur.
Kontrolle mit Hunden: Die Polizei war am Donnerstag Kriminellen auf der Spur. © Nonstop-News

Landkreis – Große Aufregung und mehrere Festnahmen gab es am Donnerstagabend im Rahmen einer groß angelegten Polizeikontrolle auf der A 1 zwischen Wildeshausen und Harpstedt.

Dabei stoppten die Ermittler unter anderem einen polnischen Wagen mit drei Insassen und stellten scharfe Schusswaffen sowie Utensilien für einen offenbar geplanten Überfall sicher.

Zudem entdeckten die Polizisten einen weiteren Mann, der plötzlich über die Autobahn rannte. Bei seiner Flucht stürzt er in ein Wasserbecken und musste gerettet werden.

44 Teams mit Zivil- und Einsatzwagen kontrollierten am Donnerstag an gleich mehreren Stellen zeitgleich verdächtige Fahrzeuge. Große Verdachtsfälle wurden zum zentralen Standort Delmetal-Süd geleitet.

Polizei entdeckt Schusswaffen, Messer, Pfefferspray und Sturmhauben

Bei der Kontrolle eines VW Touran mit polnischem Kennzeichen verhielten sich die Insassen zwar kooperativ, waren aber unruhig. Bei der Überprüfung des Fahrers tauchte plötzlich ein Messer auf. Die Polizei ging nun intensiver vor: Bei der weiteren Fahrzeug- und Personenkontrolle wurden die Beamten gleich mehrfach fündig. Zwei geladene, scharfe Schusswaffen, mehrere Messer, Pfefferspray, Einbruchswerkzeug, Sturmhauben und Handfesseln stellten die Polizisten sicher. Alles deutete auf einen möglichen geplanten brutalen Überfall hin. Die Fahrt der Polen endete zur erkennungsdienstlichen Behandlung auf der Polizeiwache.

Doch nicht immer sind Täter auch gleich Verbrecher. In zwei Fällen zeigte die Polizei Herz und ließ Gnade vor Recht walten, anstatt durchzugreifen. So stoppten die Beamte einen Kleinbus aus Polen, in dem sie neun Insassen fanden. Ein Kleinkind saß ohne Sitz im Fahrzeug. Da es jedoch unmöglich war, mitten in der Nacht einen Kindersitz zu organisieren, ließ die Polizei die Gruppe mit mahnenden Worten und Kissen als provisorischer Sitzerhöhung ziehen.

Mann läuft über die Autobahn

Wie schnell sich eine Situation wandeln kann, erfuhren die Polizisten zum Ende ihrer Kontrolle. Plötzlich ging ein Funkspruch ein, dass Kollegen einen Mann haben über die Autobahn laufen sahen – absolute Lebensgefahr! Sofort eilten diverse Streifen zur Gefahrenstelle. Die Person war dort derweil weiter vor der Polizei geflüchtet, dann aber offenbar in ein Regenrückhaltebecken gestürzt. Von dort konnten die Polizisten den völlig durchnässten Mann mit einer größeren Kraftanstrengung retten, ein Rettungswagen wurde gerufen.

Doch in der Zwischenzeit eskalierte die Situation erneut. Aus völlig unklaren Gründen wurde der Mann am Streifenwagen aggressiv, verweigerte eine Versorgung, ging auf die Beamten los und musste durch insgesamt sieben Polizisten überwältigt und fixiert werden. Unter Polizeibegleitung kam er in ein Krankenhaus.

Insgesamt wurden im Zeitraum bis Freitag um 3 Uhr 164 Fahrzeuge und 291 Personen kontrolliert. Es mussten 15 Strafverfahren eingeleitet werden. Darüber hinaus bestand bei fünf Fahrern der Verdacht, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Straßenverkehr teilgenommen haben. Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung wurden ebenfalls geahndet.

Auch interessant

Kommentare