Wagen verschlossen: Mit den Eltern Auto geschaukelt, bis der Opa kam

Polizeibeamte betätigen sich als Babysitter

Ein Symbolfoto von einem Blaulicht.
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Ungewohnte Rolle: Beamte der Autobahnpolizei beruhigten mit den Eltern zusammen ein Kleinkind. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst – Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn haben sich am Wochenende in einer ganz besonderen Rolle als eine Art Babysitter für ein kleines Mädchen betätigt.

Wie die Pressestelle berichtet, befuhren die Beamten am Sonnabend die Autobahn 28 im Bereich der Stadt Delmenhorst. Gegen 19.20 Uhr verließen sie an der Anschlussstelle Delmenhorst-Deichhorst die Autobahn und bemerkten ein Pärchen, das neben einem BMW stand und an den Türen rüttelte.

Die Beamten stoppten neben dem Wagen und erkundigten sich nach dem Hintergrund. Die 35-jährige Frau und ihr 37-jähriger Lebensgefährte, beide aus Bremen, gaben an, dass sie kurz gestoppt und das Fahrzeug verlassen hätten. Bei laufendem Motor hätten sich die Türen verriegelt. Auf der Rücksitzbank befand sich aber noch die gemeinsame, fünf Monate alte Tochter, die bereits lautstark schrie.

Kleinkind schien Atemnot zu bekommen

Der Großvater aus Bremen war bereits verständigt und mit einem Zweitschlüssel unterwegs. Jedoch schien der Säugling durch das Schreien Atemnot zu bekommen.

Die Beamten legten einen Nothammer zum Einschlagen eines Fensters bereit, unternahmen mit den Eltern aber noch einen Versuch, um das Mädchen zu beruhigen: Gemeinsam ergriffen sie die Dachreling und schaukelten den Wagen wie eine Wiege auf. Das sorgte tatsächlich für Beruhigung.

Rund eine halbe Stunde später traf der Großvater mit dem Zweitschlüssel ein, mit dem das Auto geöffnet wurde. Die Eltern waren überglücklich, ihre Tochter wohlbehalten in die Arme nehmen zu können.

Drogentest positiv

Am nächsten Tag hingegen ging es wieder anders zur Sache. Um 11.27 Uhr kontrollierten Beamte der Autobahnpolizei einen Wagen auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen. Der 25-jährige Fahrer zeigte bei der Kontrolle körperliche Auffälligkeiten, die auf einen Drogenkonsum hindeuteten.

Dieser Verdacht erhärtete sich durch einen Drogenvortest, der positiv auf THC und Kokain ausfiel. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Er leistete zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 750 Euro.

Viel zu schnell auf der Autobahn

Ebenfalls am Sonntag führten Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn mit einem zivilen Messfahrzeug auf der Autobahn 1 Geschwindigkeitskontrollen durch. Hierbei wurden insgesamt zehn Fahrzeuge gemessen, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit so erheblich überschritten, dass gegen sie Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. Fünf der zehn gemessenen Fahrzeugführer müssen zudem nicht nur ein Bußgeld zahlen, sondern auch mit einem teilweise mehrmonatigen Fahrverbot rechnen.

Besonders schwerwiegend war der Geschwindigkeitsverstoß einer 24-jährigen Autofahrerin aus dem Kreis Gütersloh. Diese wurde bei erlaubten 80 Stundenkilometern mit einer Geschwindigkeit von 157 km/h gemessen. Die Frau erwartet ein hohes Bußgeld und ein mehrmonatiges Fahrverbot.

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