Nach der Blockade von PHW in Rechterfeld

Polizei spricht von „herausforderndem Einsatz“

Bei der Räumung der Blockade kam es zu Beleidigungen gegen die Polizisten.
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Bei der Räumung der Blockade kam es zu Beleidigungen gegen die Polizisten.

Rechterfeld – Erst spät am Donnerstagabend – gegen 21.34 Uhr – konnte die Blockade des PHW-Betriebsgeländes in Rechterfeld durch Aktivisten des Camps vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ beendet werden.

Aus Sicht des Gesamteinsatzleiters, Polizeidirektor Walter Sieveke, stellte sich der Einsatztag als „sehr herausfordernd und schwierig für alle Einsatzkräfte“ dar. „Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich zwar größtenteils friedlich, aber wenig kooperativ“, so seine Bilanz. Schwierig sei es gewesen, die einzelnen Personen zu überprüfen und wegzutragen. „Insgesamt wurden über 100 Personen aus der Sitzblockade gelöst und deren Identität geprüft“, heißt es von der Polizei.

Am Montag hatte am Hartensbergsee das „Camp zur Agrarwende 2021“ begonnen. Wie berichtet, starteten am Donnerstag um 8 Uhr rund 150 Aktivisten zu einer spontanen Demonstration nach Rechterfeld zur PHW-Zentrale. Mehrmaligen Aufforderung der Polizei, den Aufenthaltsort von der Zufahrt zum Betrieb auf eine Wiese zu verlagern, waren die Demonstranten nicht nachgekommen.

Polizistin leicht durch Fahnenstange verletzt

„Daher wurde bekannt gegeben, dass die Versammlung um 13.37 Uhr aufgelöst wurde. Ab 15.50 Uhr wurden die ehemaligen Versammlungsteilnehmer weggetragen und es wurden Platzverweise erteilt sowie Identitätsfeststellungen durchgeführt“, erklärt die Polizei. „Erschwert wurden die Identitätsfeststellungen und die Erteilungen der Platzverweise dadurch, dass die Demonstranten keine Ausweisdokumente mit sich führten und keine freiwilligen Angaben zur Identität machten, sowie Maßnahmen zur Verschleierung der Identität vornahmen, um eine Identifizierung zu erschweren. Daher wurden speziell ausgebildete Kräfte angefordert, die bei der Identifizierung unterstützten.“

Zur Bilanz der Polizei gehört auch, dass um 11.26 Uhr eine Polizeibeamtin durch einen bislang unbekannten Täter mit einer Holzfahnenstange aus der Menge heraus am Kopf getroffen. Sie wurde dadurch leicht verletzt.

Bei der Durchsetzung der Platzverweise und der Identitätsfeststellungen sei es zu weiteren Straftaten zum Nachteil von Polizeibeamten gekommen. Im Einzelnen seien mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Körperverletzung, der Beleidigung, sowie des Widerstandes und tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamten eingeleitet worden.

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