Umzug der Dienststelle frühestens in einem Jahr

Wildeshauser Polizei muss sich gedulden

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Seit Jahren steht dieses Gebäude an der Daimlerstraße leer. Nun soll aber der Umbau erfolgen.

Wildeshausen – In rund einem Jahr soll die neue Polizeidienststelle an der Daimlerstraße in Wildeshausen bezugsfertig sein. In einem Monat beginnen die ersten Umbauarbeiten – mit einer Verspätung von mindestens drei Jahren. Ursprünglich sollte die Wildeshauser Polizei schon bis Mitte 2018 in ihr neues Domizil an der Daimlerstraße umgezogen sein.

Doch bislang hat noch kein einziger Handwerker an dem Gebäude im Gewerbegebiet gearbeitet, das ursprünglich mal von einem Logistik-Dienstleister angemietet worden war. Lediglich am angrenzenden Regenrückhaltebecken gab es im November 2017 Rodungsarbeiten, um eine zweite Zufahrt auf das Polizeigelände anlegen zu können, die gesetzlich vorgeschrieben ist.

Zunächst werden Spundwände gesetzt

Nun aber soll es nach Auskunft der Polizeidirektion in Oldenburg mit den Bauarbeiten losgehen. Deren Sprecher Christopher Deeken bestätigte mit Verweis auf das Staatliche Baumanagement Weser-Ems: „Im hinteren Teil des Areals müssen Spundwände gesetzt werden. Dort ist geplant, Stellflächen für Einsatz- sowie Privatfahrzeuge zu schaffen und Carports aufzustellen. Anschließend beginnen die Umbauarbeiten im Gebäude. Zudem wird ein Anbau errichtet.“ Den Berechnungen des Staatlichen Baumanagements zufolge ist die Fertigstellung der Dienststelle für das erste Quartal 2021 anvisiert. Die meisten Ausschreibungen seien bereits erfolgt, hieß es auf Nachfrage.

Kosten von 3,7 Millionen Euro veranschlagt

Angesichts der langen Verzögerungen des Bauprojektes dürfte es ambitioniert sein, die veranschlagten Kosten einzuhalten. Als Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Herbst 2017 in Wildeshausen war, um die Pläne vorzustellen, wurden Investitionskosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro genannt. Später stellte das Baumanagement jedoch fest, dass wegen erhöhter Aufwendungen für den Brandschutz weitere 575 000 Euro fällig sind. Vor einem Jahr wurde diese Summe schließlich vom Land freigegeben.

Polizei sucht seit vielen Jahren

Schon seit vielen Jahren war die Wildeshauser Polizei auf der Suche nach einer neuen Dienststelle. Kaum ein Angebot entsprach von der Größe oder dem Preis den Vorstellungen des Innenministeriums. Schließlich bot der Wildeshauser Immobilienkaufmann Helmut Müller das leer stehende Gebäude an der Daimlerstraße an.

Für das Areal musste zunächst der Bebauungsplan geändert werden, zudem musste das Land eine Fläche von der Stadt erwerben, um die zweite Zufahrt zu ermöglichen.

Rund 90 Mitarbeiter ziehen um

Die derzeitigen Dienstgebäude an der Herrlichkeit sind seit Langem stark sanierungsbedürftig und sollen nach dem Auszug der Polizei einer anderen Nutzung zugeführt werden. Dafür hat Wildeshausen Mittel aus dem Projekt „Zukunft Stadtgrün“ zugesichert bekommen.

Rund 90 Mitarbeiter ziehen in einem Jahr ins neue Gebäude im Gewerbegebiet. Dann sind alle Polizeieinheiten auf einem Grundstück vereinigt. Für die Bürger soll eine Innenstadtwache im Stadthaus eingerichtet werden.

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