Polizei möchte neues Gebäude beziehen/Immobilie im Gewerbegebiet geprüft

Warten auf „grünes Licht“ vom Innenminister

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Noch befindet sich die Polizei an der Herrlichkeit in Wildeshausen. Doch ein Umzug ist in Aussicht.

Wildeshausen - Wenn alles glatt läuft, könnten ab dem dritten Quartal 2017 die Mitarbeiter der Polizei ein neues Domizil an der Daimlerstraße in Wildeshausen beziehen. Damit würde eine mehr als zehn Jahre dauernde Suche nach einem attraktiven Standort enden. Alle Pläne liegen nun beim Innenministerium in Hannover. Wenn von dort „grünes Licht“ kommt, könnte der Vertrag bald unterschrieben werden.

Seit Ende der 80-er Jahre des vergangenen Jahrhundertes ist die Polizei in Wildeshausen in vier Gebäuden an der Herrlichkeit und der Heemstraße untergebracht. Die Immobilien sind ungünstig geschnitten und wegen ihres Alters von annähernd 100 Jahren energetisch sanierungsbedürftig.

Im Sommer hatte die Polizeidirektion Oldenburg eine Zeitungsanzeige geschaltet, um den Markt zu sondieren. Von den Bewerbern blieb nur ein Angebot übrig: Ein Gebäude an der Daimlerstraße mit rund 1900 Quadratmetern Fläche, in dem lange Jahre das Software-Unternehmen Ortec-Logiplan tätig war. Die Firma zog vor einigen Monaten nach Bremen um.

„Die Polizeidirektion Oldenburg ist noch immer daran interessiert, das Objekt zu erwerben“, bestätigte Polizei-Pressesprecherin Ulrike Lünsmann auf Nachfrage unserer Zeitung. „Bei einem möglichen Ankauf wären jedoch noch polizeispezifische Umbauarbeiten erforderlich.“

Am Mittwoch trafen sich die Verhandlungspartner noch einmal in Wildeshausen, um die Lage vor Ort zu erörtern. Nach Vorgabe des Innenministeriums war nämlich noch ein Wertgutachten des Katasteramtes erforderlich, um eine tragfähige Basis für die Kostenkalkulation und einen Vertragsabschluss zu schaffen. Dieses lag nun vor.

Für einen Umzug der Polizei wäre die Installation von modernster Technik erforderlich. Zudem verfügt das Gebäude aus verständlichen Gründen noch nicht über Arrestzellen und getrennte Eingangsbereiche. Die Pläne für den Umbau liegen schon detailliert vor, sodass es nur noch um den genauen Preis und um die Frage, wann die Immobilie übernommen werden könnte, gehen dürfte.

„Danach würden gegebenenfalls die Gebäude an der Herrlichkeit und der Heemstraße durch den Landesliegenschaftsfonds Oldenburg zum Verkauf angeboten“, teilte Lünsmann mit.

Auch im Stadthaus beschäftigt sich die Verwaltung mit der Frage, was geschieht, wenn die Polizei umziehen sollte. Auf der einen Seite muss sich die Stadt Gedanken machen, wie der sensible Bereich an der Alexanderkirche in Zukunft genutzt werden soll. Zum anderen hatte Bürgermeister Jens Kuraschinski schon frühzeitig angeregt, ein Kontaktbüro im Stadthaus einzurichten, damit die Bürger in der Innenstadt Ansprechpartner haben.

„Das Angebot steht weiter“, sagt er. Denkbar wäre es, das jetzige Büro des Stadtmarketings an der Burgstraße zu nehmen. Stadtmarketingbeauftragte Daniela Baron würde dann in die Chefetage des Stadthauses ziehen. Auch den Bereich an der Herrlichkeit hat Kuraschinski bereits im Blick. „Langfristig werden wir uns dazu Gedanken in einem Workshop von ‚Wildeshausen 2030‘ machen“, sagt er. Schon in Kürze wolle er jedoch beim Innenministerium klären, wie die Immobilien bewertet werden und wie es um die Verkaufsabsichten der Polizei steht.

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