Aufregung in der Wiekau, weil Hunde gefährdet sein könnten

Polizei: Kein Giftköder, sondern vergammelte Kochwurst

Vorsicht ist immer gut: Ein Hund erschnüffelt schnell Fressbares.
+
Vorsicht ist immer gut: Ein Hund erschnüffelt schnell Fressbares.

Wildeshausen – Es herrscht einige Aufregung bei Bewohnern der Wiekau in Wildeshausen und bei Menschen, die dort mit ihren Hunden spazieren gehen. In mehreren Facebookbeiträgen heißt es beispielsweise: „Achtung Hundebesitzer! In der Wiekau (Schaftrift) sind Hackbällchen mit Rattengift gefunden worden, in Dötlingen ebenfalls. Ist polizeilich auch gemeldet. Also aufpassen!“

Wie bei solchen Aufrufen üblich, gibt es viele Reaktionen, die zum Teil recht radikal ausfallen. „Also, ich würde den Typ gerne zum Essen einladen. Ich esse Salat und er Frikadellen“, heißt es da beispielsweise oder: „Was für kranke Menschen. Wie können die Leute das mit ihrem Gewissen vereinbaren? Ist denen wohl abhandengekommen, das ist kriminelle Energie.“

Am Sonntag in der Wiekaus gewesen

Bei der Polizei in Wildeshausen musste man auf Nachfrage unserer Zeitung länger nachforschen, um herauszubekommen, um welchen Vorfall es sich handeln sollte. Schließlich fand sich der Eintrag, dass die Ordnungshüter am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr vor Ort waren und von einer Bürgerin einen Hundekotbeutel ausgehändigt bekamen, in dem sich eine Kochwurst befand. „Die Wurst war schon sehr alt und verwest“, beschreibt Pressepressesprecherin Lorena Lemke den Fund. „Die Kollegen haben die Wurst sehr sorgfältig zerteilt und nichts gefunden, was einen Hund gefährden könnte.“ Bei der Polizei sei man deshalb davon abgegangen, dass die Wurst vor langer Zeit entsorgt wurde – ohne damit einen Hund vergiften zu wollen. Deshalb sei die Ködermeldung auch gar nicht im Dienstbuch aufgezeichnet.

Sollten Bürger in der Wiekau oder in der Kreisstadt in Zukunft weitere verdächtige Funde machen, sollten sie sich in jedem Fall bei der Polizei melden. Das Kommissariat ist unter Telefon 04431/941115 zu erreichen.

Nicht von Giftködern auszugehen

Derzeit geht die Polizei aber nicht davon aus, dass in der Kreisstadt eine Person unterwegs ist, die Hunde vergiften will. Ansonsten gilt der Ratschlag, der in den Internetforen auch gegeben wurde: Am besten die Hunde an der Leine führen und schauen, ob sie an etwas Essbarem schnüffeln. Und ein weiterer Beitrag scheint auch bedenkenswert: „Ich bin selbst Besitzerin von zwei Hunden und kann solche Taten absolut nicht nachvollziehen“, heißt es in einem Kommentar. „Ich kann allerdings nachvollziehen, dass der Hass gegen Hundehalter steigt. Leidtragende sind in diesem Fall nur leider die Hunde. Ich hoffe aber, dass einigen Haltern mal bewusst wird, dass die Ursache in ihrer Rücksichtslosigkeit liegt. Hundehaufen gehören weder in den Vorgarten von anderen noch mitten auf Wege, und Kotbeutel gehören in einen Mülleimer. Wenn viele Hundehalter diese Grundregeln beachten würden, würden viel weniger Menschen unsere treuen Vierbeiner hassen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Meistgelesene Artikel

Viele neue Fälle in Wildeshausen und Dötlingen

Viele neue Fälle in Wildeshausen und Dötlingen

Viele neue Fälle in Wildeshausen und Dötlingen
Corona-Inzidenzzahlen schnellen in die Höhe – in drei Landkreisen

Corona-Inzidenzzahlen schnellen in die Höhe – in drei Landkreisen

Corona-Inzidenzzahlen schnellen in die Höhe – in drei Landkreisen
Wie im mystischen Märchen: In Hude ist ein seltener weißer Rehbock zuhause ��

Wie im mystischen Märchen: In Hude ist ein seltener weißer Rehbock zuhause 🦌

Wie im mystischen Märchen: In Hude ist ein seltener weißer Rehbock zuhause 🦌
Inzidenz im Landkreis Oldenburg bei 116,6

Inzidenz im Landkreis Oldenburg bei 116,6

Inzidenz im Landkreis Oldenburg bei 116,6

Kommentare