Verdächtiger in Wildeshausen soll Drogen erworben haben

Polizei durchsucht Wohnung

Polizisten vor einem Durchsuchungsobjekt. Foto: Polizei

Wildeshausen – Die Wohnung eines Verdächtigen in Wildeshausen wurde am Mittwoch im Zuge einer groß angelegten Aktion der Sonderkommission „Clan“ der Polizeidirektion Oldenburg durchsucht. Wie die Beamten mitteilten, durchsuchten sie bei dem Großeinsatz zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität insgesamt 21 Wohnungen im Stadtgebiet Wilhelmshaven, im Landkreis Friesland und eben in Wildeshausen. Gegen die insgesamt 21 Tatverdächtigen besteht der Verdacht, dass sie Betäubungsmittel wie Kokain und Marihuana erworben beziehungsweise mit diesen selbstständig Handel betrieben haben, so die Beamten.

„Mir ist es sehr wichtig, dass wir aktiv und mit langem Atem gegen kriminelle Netzwerke und Clanstrukturen vorgehen. Wer die Regeln unseres Rechtsstaates verletzt, vor allem aber diese generell infrage stellt, muss mit unserem konsequenten Einschreiten rechnen“, so Polizeipräsident Johann Kühme.

Im Zuge der Maßnahmen konnten bei einem Tatverdächtigen Kokain und Marihuana sowie Betäubungsmittelzubehör sichergestellt werden. Darüber hinaus wurden Ausrüstung für den Betrieb von Cannabis-Indoorplantagen sowie diverse Konsumeinheiten Betäubungsmittel, Geld, zahlreiche Kommunikationsmittel und digitale Datenträger als Beweismittel sichergestellt. Ein Tatverdächtiger wurde vorübergehend festgenommen, mangels Haftgründen jedoch nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg wieder entlassen.

Der Großeinsatz steht im Zusammenhang mit der vorherigen Festnahme eines polizeibekannten 24-jährigen Wilhelmshaveners, der im Verdacht steht, die 21 Tatverdächtigen seit mindestens Februar dieses Jahres mit Betäubungsmitteln versorgt zu haben. Er ist Angehöriger einer deutsch-libanesischen Großfamilie und war erwischt worden, als er sieben Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden nach Deutschland schmuggelte. Der Hauptverdächtige und zwei seiner Mittäter befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

An dem Großeinsatz waren neben der Sonderkommission Kräfte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, Diensthundeführer der Polizeidirektion Oldenburg sowie aus der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und des Polizeikommissariats Wildeshausen beteiligt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.  bor

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