Versammlungen am Montagabend

Polizei ahndet Verstöße gegen Auflagen

Verwaister Wildeshauser Marktplatz: Dort gab es am Montag keine Versammlungen. Die Polizei war dennoch vor Ort.
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Verwaister Wildeshauser Marktplatz: Dort gab es am Montag keine Versammlungen. Die Polizei war dennoch vor Ort.

Landkreis – Im Landkreis Oldenburg gab es am Montagabend erneut Versammlungen mit Bezug zur Corona-Pandemie und den staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus. Sie blieben weitgehend friedlich.

Laut Polizeibericht versammelten sich gegen 18 Uhr in Hude 150 Personen für Rücksichtnahme und Solidarität in Corona-Zeiten. In Ahlhorn fanden sich 45 Menschen, in Wildeshausen fünf und in Bookholzberg elf aus dem „bürgerlichen Spektrum“ zusammen, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten.

In Wildeshausen hatte es diesmal keine Kundgebung unter dem Motto „Nachdenken statt Querdenken“ gegeben. Diese ist wieder für den 17. Januar auf dem Marktplatz geplant. Dennoch war die Polizei recht stark auf dem Marktplatz vertreten. Es gab jedoch keine besonderen Vorkommnisse.

Etwa eine Stunde später hatten sich laut Polizei zudem in Ganderkesee rund 50 Personen „aus dem bürgerlichen Spektrum“ getroffen.

In allen Fällen habe die Polizei zu Versammlungsbeginn entsprechende Auflagen erteilt und insbesondere auf die Maskentragepflicht hingewiesen, heißt es. Es seien dennoch Verstöße gegen die Maskentragepflicht festgestellt worden. „Betroffene Personen wurden identifiziert und von den Versammlungen ausgeschlossen. Es wurden bislang 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Darüber hinaus leistete eine Person bei einer Identitätsfeststellung in Ganderkesee Widerstand“, bilanzieren die Ordnungshüter am Montagabend. Das habe zur Eröffnung eines Strafverfahrens geführt.

In Delmenhorst wurde der Protestzug zunächst gestoppt

In Delmenhorst versammelten sich laut Polizei rund 540 Personen auf den Graftwiesen. Die AfD Oldenburg Land spricht auf ihrer Homepage hingegen von 800 bis 1.000 Menschen. Auch hier stellte die Polizei Verstöße gegen die Maskentragepflicht fest. Der Aufzug sei kurzzeitig gestoppt worden, um die Identität der betroffenen Personen festzustellen, heißt es im Bericht. Es seien zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden.

Darüber hinaus sind laut Polizei vier Strafverfahren eingeleitet worden. Ein Versammlungsteilnehmer habe während einer Identitätsfeststellung einen Polizisten verletzt. Gegen einen weiteren Teilnehmer sei ein Strafverfahren aufgrund einer volksverhetzenden Äußerung eingeleitet worden. Des Weiteren habe ein Versammlungsteilnehmer ein Messer bei sich gehabt. Bei einer anderen Person bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung, da das vorgezeigte Attest zur Befreiung der Maskentragepflicht Fälschungsmerkmale aufwies.

Zeitgleich hatten sich nach Angaben der Polizei rund 400 Personen im Rahmen einer zuvor angemeldeten Gegenkundgebung versammelt und eine Menschenkette um das Rathaus gebildet. Während dieser Versammlung seien keine Verstöße gegen die erteilten Auflagen festgestellt worden.

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