Kritik an Bebauungsplan-Entwurf

Politik regt Wohnungen oder Hotel über dem Rewe-Markt an

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Der alte Rewe-Markt soll abgerissen werden, ein Neubau ist aber auch nur eingeschossig geplant.

Wildeshausen - In der Wildeshauser Politik regt sich Widerstand gegen die geplante Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Neubau und Erweiterung Rewe-Markt“, der am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt beraten wird.

Es geht darum, dass dort lediglich eingeschossig gebaut werden soll. Rewe gehört das zu bebauende Areal, doch die Planungshoheit liegt bei der Stadt, die wegen der größeren Einzelhandelsfläche einen neuen Bebauungsplan aufstellen muss.

In einem Rundschreiben an die Ratskollegen meint Jens-Peter Hennken (CDU), dass zumindest überlegt werden sollte, „wie wir diese exponierte Lage für unsere Stadt effektiver als durch einen eingeschossigen Standard-Supermarkt nutzen können“.

Der Christdemokrat nennt zwei Ideen zur Nutzung möglicher Obergeschosse und hat dafür schon Zustimmung bekommen. So teilte beispielsweise der fraktionslose Karl Schulze Temming-Hanhof mit, dass er Hennkens Meinung teilt. Am Dienstag ging zudem ein Antrag der Links-Partei ein, der eine ähnliche Zielrichtung hat.

Denkbar wäre danach das Gebot für eine mehrgeschossige Bebauung und somit die Errichtung eines Gebäudes zur Aufnahme eines Hotels oberhalb des Supermarktes. Das würde, so Hennken, das Bestreben des Stadtmarketings unterstützen, die Hotelbettenzahl in Wildeshausen deutlich zu erhöhen.

Keine Barrierefreiheit als Alternative

Die zweite Alternative wäre es, kleine, altersgerechte und barrierefreie Wohnungen über dem Supermarkt zu bauen. „Viele Wildeshauser Bürger wohnen in eigenen Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften“, schreibt Hennken. „Im fortgeschrittenen Alter zeigt sich oft, dass dieser Wohnraum nicht altersgerecht ist. 

Mit Wohnungen, die für diese Zielgruppe konzipiert sind, können wir für die Stadtentwicklung zwei Ziele gleichzeitig berücksichtigen. Zum einen könnte das Angebot Mitbürger im fortgeschrittenen Alter motivieren, umzuziehen und ihren familienfreundlichen Wohnraum an junge Familien zu verkaufen. Diese hätten eine attraktive Alternative zu einem Neubau auf der grünen Wiese. 

Die bisherigen Wohngebiete würden durch den Zuzug junger Menschen nicht „überaltern“. „Zum anderen würden wir durch die Schaffung von zentrumsnahem Wohnraum die Kaufkraft für die Innenstadt stärken und somit die Attraktivität für den Einzelhandel und Gastronomie erhöhen“, so Hennken.

dr

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