Politik lässt sich von Anwohnerkritik nicht beeindrucken/Klage zu erwarten

Dorfstraße durch Holzhausen wird sechs Meter breit

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Die Holzhauser Straße wird bald komplett ausgebaut.

Wildeshausen - Die Gemeindeverbindungsstraße in Holzhausen zwischen der Visbeker Straße und der Bundesstraße 213 soll wie geplant ausgebaut werden. Das empfahl der Bauausschuss am Dienstagabend. Mit gerichtlichem Widerstand von Anwohnern ist zu rechnen, weil hohe Anliegerbeiträge fällig werden. Davon will sich die Politik aber nicht beeinflussen lassen.

Cord Brockmeyer aus Holzhausen monierte bereits in der Einwohnerfragestunde, dass die Verkehrserhebung durch die Ingenieurgemeinschaft Schubert nicht gerichtsfest sei. „Es wurde an den denkbar ungünstigsten Punkten gezählt“, kritisierte er. Vor einer Sanierung der Straße müsse zweifelsfrei festgestellt werden, wer der Baulastträger sei, und nach den Erfahrungen der Anlieger müsse das wegen der hohen überörtlichen Verkehrs der Landkreis Oldenburg sein. Das wiederum hätte zur Folge, dass die Anwohner nicht zu Beiträgen herangezogen werden könnten.

Brockmeyer monierte auch, dass die Zeiträume der Erhebung falsch gewählt worden seien. So seien beispielsweise viele Handwerker und Lieferfahrzeuge, die die Holzhauser Straße als Abkürzung von der Visbeker zur Ahlhorner Straße nutzen, nicht erfasst worden. Es sei zudem nicht statthaft, nur an einem Werktag zu zählen und dann auf alle anderen Tage zu schließen.

Ingenieur Thomas Schubert machte hingegen deutlich, dass die Untersuchung gerichtsfest sei. Von daher hätte die Stadt nichts zu befürchten. Das Büro hatte acht Stunden lang gezählt. In dieser Zeit wurde der Straßenabschnitt von 148 Kraftfahrzeugen befahren. Davon wollten 21 Fahrer nach Holzhausen, 29 Fahrer kamen aus Holzhausen, und 81 Fahrer nutzten die Strecke als Verbindungsfahrbahn. Die Straße sei als Gemeindestraße einzustufen, so der Ingenieur. Die Tagesbelastung liege bei rund 460 Kraftfahrzeugen im Bereich zwischen Visbeker Straße und Dorf und bei rund 270 Kraftfahrzeugen zwischen Dorf und B213.

Der Ausbau der Strecke wurde von der Politik schon vor Monaten in drei Bauabschnitte eingeteilt. Nach derzeitiger Beschlusslage soll in diesem Jahr mit der Sanierung der Dorfdurchfahrt auf 700 Metern begonnen werden. Entgegen der ursprünglichen Planungen wird die Fahrbahnbreite sechs Meter betragen, um einen gefahrlosen Begegnungsverkehr zu gewährleisten. Die Straße erhält einen frostsicheren Aufbau durch Bodenauskofferung und Sandaufbau, Schotter- und Asphalttragschicht sowie Deckschicht mit einer Gesamtstärke von 65 Zentimetern. Die Kosten belaufen sich nach aktuellen Berechnungen auf 716000 Euro. Die Empfehlung wird am 7. Mai im Verwaltungsausschuss beraten, dann soll der Bauabschnitt ausgeschrieben werden.

dr

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