IG „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ diskutiert über Baupläne der Diakonie

Politik kennt neue Entwürfe noch nicht

Großer Andrang im Dachgeschoss der Gildestube: Die Interessengemeinschaft „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Foto: Büttner
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Großer Andrang im Dachgeschoss der Gildestube: Die Interessengemeinschaft „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Wildeshausen – Rund 50 Personen interessierten sich am Mittwochabend für die Belange der Interessengemeinschaft „Naherholungsgebiet Himmelsthür“. Die Initiative hatte zur offenen Diskussion ins Dachgeschoss der Gildestube eingeladen, und diesmal waren auch Vertreter der im Rat vertretenden Parteien dabei. So betonte der Fraktionsvorsitzende der CDW, Stephan Rollié: „Bereits vor vier Jahren wurden Ideen zur Nachnutzung des Himmels-thürgeländes abgelehnt. Von den neuen Entwürfen habe ich bisher noch nichts gesehen.“

Der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt, Hartmut Frerichs (SPD), versuchte die Versammlungsteilnehmer zu beruhigen: „Wir haben auf dem Gelände zunächst nur einen rechtsgültigen Flächennutzungsplan und keinen Bebauungsplan. Sobald wir weitere Informationen haben, werden wir sicherlich eine Begehung mit Vertretern der Diakonie Himmelsthür durchführen.“

Über die Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Quartiersentwicklung „Wildeshausen 2030“, zu der auch das Diakoniegelände gehört, waren einige der Anwesenden nicht begeistert. „Es ist nicht leicht, sich zu informieren, und es wurde viel zu wenig darauf aufmerksam gemacht“, hieß es. Oder: „Ich konnte dort nicht viel einbringen, obwohl ich jedes Mal dabei war.“

Jens-Peter Hennken (CDW) rief die Bürger zur Beteiligung auf: „Es ist noch nichts entschieden. Sie können uns gerne Ideen für den Arbeitskreis einreichen.“ Im Dezember hat es laut Hennken eine Begehung auf dem Gelände der Himmelsthür gegeben. „Wir haben uns aber dort nur den Bestand angeschaut. Uns wurde keine Zeichnung oder Ähnliches vorgelegt.“

Der Regionalgeschäftsführer für die Region Niedersachsen-Nord der Diakonie Himmelsthür, Jörg Arendt-Uhde, stellte sich auch diesmal den Fragen und Aussagen der Bürger. Die Aussage von Ratsherr Rainer Kolloge (UWG), dass die Gebäude heruntergewirtschaftet werden, wies er zurück. „Seit zehn Jahren sagen wir bereits, dass wir die Häuser verlassen werden. Keiner möchte diese nutzen. Sollte der Nachnutzung nicht zugestimmt werden, reißen wir die Gebäude ab. Wir tragen hier die Verkehrssicherungspflicht.“ Seit dem 15. November liegen nach Arendt-Uhdes Aussage dem Arbeitskreis für die Himmelsthür-Entwicklung die Baupläne seiner Einrichtung vor. Über diese Aussage waren viele Anwesende sehr verwundert. Allerdings tagt der Arbeitskreis nicht öffentlich, weil es dort zunächst darum geht, Ideen zu sammeln und zu bewerten. „Anschließend werden sie dem öffentlichen Ausschuss vorgelegt“, so Hennken zum weiteren Verfahren.

Laut Arendt-Uhde soll das Haus Cloppenburg Ende nächsten Jahres abgerissen werden. „Wir möchten offen und ehrlich damit umgehen“, betonte er.

Nach dem öffentlichen Teil fand sich die Interessengemeinschaft in kleiner Runde zur weiteren Besprechung zusammen.   

tbü

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