Politik diskutiert erneut über Gemeinschaftsunterkunft an der Harpstedter Straße

Flüchtlinge in Ex-Kindergarten?

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Das Gebäude des ehemaligen Stadtkindergartens.

Wildeshausen - Vor Jahren wurde bereits darüber diskutiert, die städtische Immobilie an der Harpstedter Straße 39 zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge herzurichten. Angesichts der Bedenken des Landkreises Oldenburg und hoher Umbaukosten wurde das Projekt, den ehemaligen städtischen Kindergarten dafür zu sanieren, aber wieder verworfen.

Im Hinblick auf die Verpflichtung der Stadt, gegebenenfalls weitere Unterkünfte für Flüchtlinge vorzuhalten, diskutieren die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung am 8. Dezember erneut über eine Nutzung der Immobilie.

Die geschätzten Baukosten für die Herrichtung des Gebäudes zur Unterbringung von 20 Personen belaufen sich etwa 50000 Euro. Für die Ausstattung ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung zusätzlich mit Kosten in Höhe von etwa 30000 Euro zu rechnen. Bis zu einer möglichen Neunutzung ist eine Mindestvorlaufzeit von zwölf Wochen unerlässlich. Für die Nutzungsänderung müsste zunächst ein Bauantrag gestellt werden. Für die Auftragsvergabe und die Bauarbeiten ist auch genügend Zeit einzurechnen, sodass die Unterkunft wohl erst im Laufe des zweiten Quartals des kommenden Jahres zur Verfügung stehen könnte.

Mit dem Landkreis Oldenburg soll nach Meinung der Stadtverwaltung eine Vereinbarung zur Erstattung oder Übernahme der investiven Kosten vereinbart werden. Sollte der Kreis die Übernahme der Investitionskosten ablehnen, müsste eine Erstattung der Mietkosten in Höhe von 985 Euro für die ersten zehn Personen sowie für jede weitere Person von 75 Euro pro Monat erfolgen.

Grundsätzlich muss auch geklärt werden, ob eine Flüchtlingsunterbringung mit dem aktuellen Mieter, der DLRG, vereinbar ist.

dr

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