Planer stellen das Klimaschutzkonzept des Landkreises Oldenburg vor

Frohe Botschaft aus der Zukunft

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Landrat Carsten Harings, Klimaschutzmanagerin Manuela Schöne sowie die Planer Stefan Löchtefeld und Reiner Tippkötter (v. l.) beim Stand des Umweltzentrums Hollen.

Landkreis - Sie kamen aus der Zukunft. Und sie hatten gute Nachrichten im Gepäck. Die beiden Planer, die maßgeblich für das neue Klimaschutzkonzept des Landkreises Oldenburg verantwortlich sind, haben während der offiziellen Vorstellung des Papiers gestern Abend im Kreishaus so getan, als wären sie mit einer Zeitmaschine aus dem Jahr 2030 zurück ins Jahr 2015 gereist. Die Lottozahlen vom kommenden Sonnabend hatten Stefan Löchtefeld und Reiner Tippkötter zwar nicht dabei, dafür erfuhren die rund 150 Zuhörer im voll besetzen Sitzungssaal aber, dass der Landkreis für seine Vorzeigeprojekte im Jahr 2017 den ersten Preis beim Klimaschutzwettbewerb des Bundes gewonnen hat.

Und damit nicht genug, im Rückblick hätten sich die Anstrengungen der Bürger, Firmen und des Landkreises sowie der Kommunen gelohnt, bilanzierte das Duo aus der Zukunft. Als besonders wichtig bewertete Löchtefeld, dass nun, im Jahr 2030, 140 Prozent der im Landkreis verbrauchten Energie vor Ort erzeugt würden. Zudem sei die Erzeugung von Kohlendioxid pro Kopf um 30 Prozent von zehn auf sieben Tonnen gesunken, steuerte Tippkötter bei.

Diese und weitere Erfolgsmeldungen verkündeten die beiden also. Doch in der Realität liegt das Konzept zwar auf dem Tisch, aber umgesetzt ist noch nichts. Und bis es soweit ist, dass alle Maßnahmen greifen, und Tippkötters sowie Löchtefelds rosige Zukunft Wirklichkeit wird, wird es noch eine Weile dauern. Das erwähnten die beiden auch in ihrem „Rückblick“ von 2030 aus gesehen.

So seien die Anstrengungen, die Sanierungsquote bei Häusern zu erhöhen, zu Beginn sehr schleppend verlaufen. Und auch die Versuche, die Mobilität der Bürger in ökologischere Bahnen zu lenken, hätten vier bis fünf Jahre eiserne Informationsarbeit benötigt.

Damit die in Aussicht gestellten Fortschritte auch wirklich eintreten, müssen nun Taten folgen. Das war auch Landrat Carsten Harings klar. „Die Vorschläge des Konzepts warten darauf, angepackt und umgesetzt zu werden“, sagte er.

bor

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