Getränkemarkt und Bäcker im Gebäude

Plan für Rewe: Moderner, größer und mehr Kunden

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Deutlich in die Jahre gekommen ist das Gebäude von Rewe. Der Laden soll bald abgerissen werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Moderner, größer und übersichtlicher – der Lebensmitteleinzelhandel in Wildeshausen ist im Wandel: Netto an der Bargloyer Straße hat bereits ausgebaut, Aldi möchte an der Harpstedter Straße einen Neubau mit 1 200 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Und nun geht es auch mit den Planungen für einen größeren Rewe-Markt am Huntetor voran. Dort weicht der Vollsortimenter nach Möglichkeit im kommenden Jahr einem Neubau.

Der Bauherr, die Rewe-Markt GmbH in Köln, plant die Errichtung eines Lebensmittelmarktes mit allen notwendigen Nebenanlagen sowie einem Bäcker mit Café. Der bestehende Markt wird abgerissen und durch einen größeren, den aktuellen Standards entsprechenden Neubau ersetzt. Dazu muss jedoch ein aktueller vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt berät in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. Oktober, über das Projekt.

Ein paar Eckdaten stehen schon fest: Auch der neue Markt wird eingeschossig geplant. Die Verkaufsfläche beträgt dann 1 625 Quadratmeter und beinhaltet eine Getränkeabteilung. Zusätzlich beansprucht ein Bäcker mit einem Café rund 100 Quadratmeter. Der Parkplatz umfasst 91 Stellplätze, davon drei Eltern-Kind-Parkplätze. Dazu kommen zwei Behindertenparkplätze. Das geplante neue Gebäude soll sich beinahe auf die gesamte Grundstücksbreite erstrecken.

Stellplätze über die Straße Huntetor erreichbar

Die Stellplätze und die Anlieferungszone werden über die Straße Huntetor erschlossen. Dazu gibt es ein Verkehrsgutachten. Darin heißt es unter anderem, dass der Anteil von Fußgängern und Radfahrern unter den Kunden sehr hoch ist, da der Rewe-Markt sehr zentral in der Stadt liegt. Nach dem Neubau wird mit einem höheren Kundenaufkommen gerechnet. Derzeit hat Rewe täglich rund 1 050 Kunden; bei einer Steigerung um rund 18 Prozent ist dann von rund 1 240 Besuchern auszugehen, die den Verkehr aber nicht drastisch steigern dürften. Der Planer regt dennoch die Einrichtung einer Querungshilfe am Huntetor zwischen der Bushaltebucht und einer neuen Ein- und Ausfahrt zum Rewe-Markt an.

Zwar wird die Vergrößerung der Verkaufsflächen in Wildeshausen nicht von allen Parteien im Rat uneingeschränkt befürwortet. Es gibt jedoch einen politischen Beschluss, den Unternehmen weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

Tragende Bedeutung für östliches Stadtgebiet

Im Einzelhandelskonzept des Büros Dr. Lademann und Partner werden der Rewe-Lebensmittelmarkt am Huntetor und die Lebensmittelmärkte an der Harpstedter Straße (Aldi und Netto) als wichtige Versorgungsstandorte der verbrauchernahen Grundversorgung qualifiziert. Ihnen komme eine tragende Bedeutung für das östliche Stadtgebiet von Wildeshausen und die angrenzenden Orte ohne qualifizierte Nahversorgung zu, so die Gutachter, die empfehlen, die Lebensmittelmärkte in ihrem Bestand zu sichern und moderat durch Verkaufsflächenerweiterungen weiter zu entwickeln. Gerade der im Plangebiet gelegene Rewe weise Defizite auf. Sein Fortbestand könnte aber durch eine Umstrukturierung gesichert werden.

Die geplante Erhöhung der Verkaufsfläche liegt nach Expertenangaben innerhalb der Tendenz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die Verkaufsflächenerhöhung sei auch erforderlich, weil die Ansprüche der Verbraucher gestiegen seien. Neue Märkte verfügten heute über breitere Gänge, Pfandsysteme und Bake-off-Stationen sowie Biosortimente, heißt es im Einzelhandelsgutachten der Stadt.

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