Ausschuss berät über Entwurf

Pläne für Villa Knagge konkretisiert

Beherbergt ab dem nächsten Jahr eine Anwalts- und Notarkanzlei: die Villa Knagge in Wildeshausen.	Foto: dr
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Beherbergt ab dem nächsten Jahr eine Anwalts- und Notarkanzlei: die Villa Knagge in Wildeshausen. Foto: dr

Wildeshausen – Es geht voran beim Bebauungsplan „Am Krandel“, der die meisten Bürger Wildeshausens deshalb interessieren dürfte, weil in diesem Bereich die denkmalgeschützte Villa Knagge steht.

Ziel der Änderung des Planes ist es, die derzeit leer stehenden Gebäude neu zu nutzen. Vorgesehen ist die Festsetzung eines urbanen Gebietes. Dieses dient dem Wohnen sowie der Unterbringung von Gewerbebetrieben sowie sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen, die das Wohnen nicht wesentlich stören.

Durch Einbindung der benachbarten Kindertagesstätte könnten die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die beabsichtigten Nutzungen – das sind in der Villa Räume für Rechtsanwälte und Notare, im Seminarhaus gewerbliche Zwecke und im ehemaligen Gärtnerhaus voraussichtlich Wohnzwecke –geschaffen werden.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt befasst sich am heutigen Donnerstag ab 18.15 Uhr im historischen Rathaus mit den Plänen, die vom Planungsbüro Krüger Landschaftsarchitekten aus Lingen erstellt wurden und demnächst öffentlich ausgelegt werden sollen.

Kindergarten

Im nördlichen Teil des Änderungsbereiches hat der katholische Kindergarten Knaggerei seinen Standort. In dieser Einrichtung werden in vier altersgemischten Gruppen je 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Laut dem Planer sind dort keine konkreten baulichen Erweiterungsabsichten seitens des Trägers (Stiftung Johanneum) bekannt. Vor Kurzem wurde im Verwaltungsausschuss der Stadt allerdings noch über eine mögliche Aufstockung des Gebäudes zur Schaffung von zwei weiteren Gruppenräumen diskutiert. Für eine Dachsanierung sind nach Angaben der Stiftung knapp 300 000 Euro aufzubringen. In diesem Rahmen hatte sie eine mögliche Erweiterung ins Spiel gebracht und im Verwaltungsausschuss vorgestellt, die jedoch rund 2,5 Millionen Euro gekostet hätte.

„Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar“, gibt Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge das Meinungsbild in dem nicht öffentlich tagenden Gremium wieder. Man habe schließlich gerade erst an der Weizenstraße eine Kindertagesstätte errichtet, die ausbaufähig sei.

Der Landkreis Oldenburg hingegen hatte noch vor Kurzem in einem Brief betont: „Auf Grundlage unsere Planungsdaten können wir feststellen, dass es besonders im innerstädtischen Bereich der Stadt eine hohe Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen gibt.“ Diesem Bedarf, so das Jugendamt, könne nicht durch ein Platzangebot an anderer Stelle entsprochen werden, weil die betreffenden Eltern oft nicht die notwendige Mobilität aufbringen, um einen solchen Platz für ihr Kind in Anspruch nehmen zu können. „Sollte die Entscheidung für die Schaffung einer Krippengruppe an der Kita Knaggerei fallen, würden wir den Ausbau des Angebotes begrüßen“, heißt es.

Villa Knagge

Bei der Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten Villa Knagge geht es um die Sanierung und Umnutzung des vorhandenen Gebäudebestandes, planungsrechtliche Sicherung des Erscheinungsbildes des Baudenkmals, der Nebengebäude, der Freiflächen sowie des erhaltenswerten Baum- und Grünbestandes.

Ahlhorner Straße

Der Bebauungsplan umfasst auch die historisch gewachsene Straßenrandbebauung an der Ahlhorner Straße, die unter der Wahrung des Gebietscharakters gesichert, erhalten und teilweise ergänzt werden soll.

Parkplätze

Die vorhandene einreihige Stellplatzanlage soll unter Beachtung des westlich angrenzenden Baumbestandes erweitert werden.  

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