Hat das Kurbad noch eine Zukunft ?

Pickart: Mit uns keine Sanierung

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Die Meteorologen sagen eine weitere Hitzewelle voraus – nur gut, dass es in der Kreisstadt das Kurbad gibt. Nur wie lange kann es im jetzigen Zustand noch am „Leben“ gehalten werden ? Die Technik ist absolut veraltet – erst am Montag kam es zu einem Wasserrohrbruch. Nach unserer Besichtigung haben wir den Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Volker Pickart, nochmals mit diesem Thema konfrontiert.

„Wir müssen sehen, was zu machen ist. Natürlich hoffen wir auf Leader-Mittel, zu denen uns auch der Generalsekretär der CDU während seines Besuchs geraten hat“, sagt Pickart. Denn die Mehrheitsgruppe stehe nach wie vor hinter ihrer Meinung, dass eine Sanierung des Hallenbades ein „Fass ohne Boden“ sei: „Die Gutachten machen immer wieder deutlich, dass die Kosten für eine Sanierung nicht exakt zu benennen sind.“ Dabei erinnert Pickart an die Maßnahmen vor einigen Jahren: „Die Kosten stiegen damals auch dramatisch in die Höhe.“

Zwar sei immer wieder die Rede von Sanierungskosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro, aber eine Garantie gebe es dafür eben nicht: „Im Falle eines Neubaus aber wird uns schon im Vorfeld der genaue Preis genannt. Das ist so, als wenn ich ein schlüsselfertiges Haus baue. Das wird auch nicht plötzlich teurer.“ Die Sanierung aber sei unkalkulierbar: „Auch die Planungsgruppe Hildesheim sagt mit ihrem Gutachten aus, dass die sechs Millionen vorbehaltlich genannt seien. Immer unter der Voraussetzung, dass keine anderen Fehler zu Tage treten. Und genau die befürchte ich.“

Während der Etatberatungen im Oktober solle dass Thema umgehend wieder auf den Tisch kommen: „Der Haushalt soll schon am 16. Dezember vom Rat verabschiedet werden. Wir hoffen, dass wir in die Berechnungen externe Mittel fürs Bad einrechnen können. Davon hängt es dann ab, in welcher Dimension wir planen können.“ Mit der Planung des Hallenbades müsse bekannt sein, wie das Freibad aussehen soll, denn danach müsse die Technik ausgerichtet werden: „Allerdings wird es wohl so kommen, dass wir die Wasserfläche des Freibades etwas reduzieren müssen, damit die Kosten nicht zu hoch werden.“ Bis dahin allerdings müsse der Betrieb des Kurbades unbedingt aufrecht erhalten werden.

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