Johanneum: Lange Zeit umstrittener Bau wurde vor zehn Jahren eingeweiht

Pflegezentrum feiert Geburtstag

Vor zehn Jahren offiziell eingeweiht: Über den Bau des Pflegezentrums an der Deekenstraße gab es kontroverse politische Diskussionen. Foto: dr

Wildeshausen – Was hatte es im Stadtrat für Diskussionen über die Höhe und den für viele Kritiker wuchtigen Baukörper des Pflegezentrums Johanneum an der Deekenstraße gegeben! UWG, Grüne und Teile der SPD äußerten vor rund zwölf Jahren massive Kritik an den Planentwürfen. Mittlerweile haben sich aber wohl die meisten Wildeshauser mit dem halbkreisförmig angeordneten Gebäude arrangiert. Am Freitag wird das zehnjährige Bestehen der Einrichtung mit einem Sommerfest für die Bewohner, Angestellten sowie geladenen Gäste gefeiert.

Das Pflegezentrum sei zu einem „Juwel herangereift“, erklärte am 28. August 2009 der damalige Landrat Frank Eger. „Ich habe selten ein Bauvorhaben mit so vielen Änderungen in der Planung und Ausnahmeregelungen erlebt wie hier“, fuhr er fort. Aber sowohl im Kreishaus als auch im Stadthaus habe man immer eine Lösung gefunden. Dem stimmte der damalige Wildeshauser Bürgermeister Kian Shahidi zu. „Das Johanneum bedeutet einen Standortvorteil für diese Stadt“, erklärte er.

Architekt Ulrich Rosner hatte im Januar 2006 die Nachricht erhalten, dass er den Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Am 7. Februar 2008 begannen die Bauarbeiten, am 4. September wurde Richtfest gefeiert.“

Die Baukosten für das neue Zentrum lagen bei 6,2 Millionen Euro und somit komplett im Plan. Für die Infrastrukturmaßnahmen habe man etwas mehr ausgeben müssen, so der Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt.

Die Einrichtung verfügt über 48 geräumige Einzel- und vier Doppelzimmer, die sich auf zwei Pflegewohnbereiche verteilen. Im Erdgeschoss verfügen die gartenseitigen Zimmer über eine eigene Terrasse. In der ersten Etage bietet eine gestaltete Dachterrasse Verweilmöglichkeiten und einen Blick auf den Garten. Im Obergeschoss gibt es zwölf Appartements des betreuten Wohnens.

Nach Angaben der Heim- und Pflegedienstleiterin Anita Kenkel wird die Einrichtung sehr gut angenommen. „Qualität setzt sich durch“, sagt sie selbstbewusst.

Ganz in der Tradition eines konfessionellen Krankenhauses werden die Bewohner des Pflegezentrums sowie deren Angehörigen auf Wunsch durch katholische oder evangelische Seelsorger betreut. Im Pflegezentrum Johanneum geschieht dies in persönlicher Zuwendung, durch Gesprächsseelsorge sowie durch regelmäßige Gottesdienste im Pavillon. So ist es auch geplant, dass das Sommerfest am Freitag mit einer Andacht von Pfarrer Ludger Brock von der katholischen St.-Peter-Gemeinde beginnt, bevor das Festprogramm startet.  dr

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