Heute internationaler Tag der Pflege

„Pflegekräften muss mehr Anerkennung gewährt werden“

Besuch im Kreisaltenheim (von links): Franz Duin, Hans-Jürgen Pape, Christiane Grünewald, Dieter Kreye, Petra David, Rudolf Drieling, Hermann Bokelmann und Harri Brendler.

Wildeshausen - Den internationalen Tag der Pflege am Mittwoch nahmen die SPD-Senioren im Landkreis Oldenburg bereits am Dienstag zum Anlass, um im Kreisaltenheim an der Goldenstedter Straße in Wildeshausen den dort Beschäftigten Dank und Anerkennung „für ihre aufopferungsvolle Arbeit“ auszusprechen. Das gelte gleichzeitig auch für alle Kräfte in anderen Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege und den zu Hause pflegenden Angehörigen.

Die Gesellschaft müsse den Pflegekräfte mehr Anerkennung gewähren, betonte 60plus-Kreisvorsitzender Hermann Bokelmann: „An die Pflege denken die meisten Menschen erst, wenn sie selbst oder Angehörige betroffen sind. Da die Pflegebedürftigen sich meistens nicht mehr so melden können, sagen wir es von 60plus umso deutlicher.“

Im „KulturTreff“, der früher Viehstall war, berichteten Einrichtungsleiterin Christiane Grünewald und Pflegedienstleiterin Petra David über die vielfältige Arbeit in der über 100 Jahre alten Einrichtung, die der Landkreis vor einigen Jahren in die Trägerschaft des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO) übertrug. Der BVO plant Modernisierungen für etliche Millionen Euro im früher ländlichen Altersheim, das sich zur Fachpflegeeinrichtung mit dem Schwerpunkt Gerontopsychiatrie entwickelt hat und 79 erkrankten Menschen ein Zuhause bietet.

Mit fünf Auszubildenden wird für eigene Nachwuchskräfte gesorgt. Lobend erwähnt wurde die gute Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen (BBS), denen das Heim gerne Praktika-Plätze bietet. Leider sei die vom Landtag beschlossene Ausbildungsplatzumlage noch nicht in Kraft. Sie soll die Vorteile der Betriebe ausgleichen, die nicht ausbilden.

An Franz Duin richteten die SPD-Senioren die Bitte, sich im Kreistag für die Werbung für den Pflegeberuf und die BBS einzusetzen. „Es wird viel zu wenig beachtet, dass es ein dankbarer und sicherer Beruf ist.“

Begrüßt wurde, dass auf Flächen neben dem Kreisaltenheim sozialer Wohnungsbau erfolgen soll. Dabei sollten seniorengerechte Wohnungen nicht vergessen werden, deren Bewohner bei Bedarf vom Kreisaltenheim mit verpflegt werden könnten. Gelobt wurde auch die von vielen ehrenamtlichen Helfern erbrachte Arbeit, für die im „KulturTreff“ noch einige aktive Kräfte gern gesehen werden.

Die SPD-Senioren haben sich bei ihren Bemühungen um Anerkennung und besserer Vergütung nach eigenen Angaben mit Erfolg gegen eine zu starke Dokumentationspflicht ausgesprochen, die die Zeit für die Pflege nur einschränkt.

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