Pflegeheim an der Hunte: Erdarbeiten beginnen Ende kommender Woche

Bau genehmigt

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So sieht in einer Computeranimation der Bereich des betreuten Wohnens aus. Bilder: VIT

Wildeshausen - Zweieinhalb Jahre nach den ersten Planungen für ein Senioren- und Pflegeheim an der Straße „Im Hagen“ in Wildeshausen hält Investor und Ingenieur Friedhelm Clasen die Baugenehmigung in der Hand. Sie traf am Montag ein, in gut einer Woche beginnen die Erdarbeiten.

Im Juni 2016 soll das 15-Millionen-Euro-Projekt komplett realisiert werden, nachdem es kontroverse Diskussionen über den Standort im Überschwemmungsgebiet der Hunte gegeben hatte. Die Einrichtung kann an dieser Stelle nur realisiert werden, weil es dort bereits einen Bebauungsplan gab und eine vergleichbar gute Stelle für ein Senioren- und Pflegeheim in der Stadt nicht zu finden war.

Bereits vor einigen Tagen wurde jenseits der B213 eine Retentionsfläche von 3700 Quadratmetern ausgebaggert. Damit wurde die Wasserverdrängung durch das neue Gebäude mehr als ausgeglichen. Allerdings gibt es einige Ratsmitglieder, die befürchten, dass es vor dem Bahndamm dennoch im Extremfall Überschwemmungen gibt.

„Das ist genau berechnet“, sagt Clasen. „Das wird nicht passieren.“ Mitte kommender Woche ist die Retentionsfläche fertig. Zur gleichen Zeit soll der Abriss des alten Gebäudes erfolgt sein, sodass am Donnerstag die Erdarbeiten beginnen und der Rohbau Anfang September erstellt wird.

Die Gesamtfläche des Projektes umfasst 6500 Quadratmeter. Der Investor errichtet auf drei Etagen ein Pflegeheim mit 117 Zimmern, die zwischen 20 und 31 Quadratmeter groß sind. Die Tagespflege hat weitere 15 Plätze und ist vom Heim abgetrennt. Daneben entsteht ein Gebäude für betreutes Wohnen mit 24 Wohnungen, die bis zu 80 Quadratmeter groß sind. Clasen plant weiterhin ein öffentliches Café mit einer Terrasse an der Hunte und einer mobilen Theke. 80 Mitarbeiter sollen dort arbeiten. „Wir haben schon einige Bewerbungen vorliegen“, so der Investor, der von einem idealen Standort der Anlage in Nähe zur Innenstadt und zum Ärztezentrum spricht. Mit seiner guten Ausstattung soll das Heim „langfristig am Markt“ bestehen. An den Markt werden sich auch die Preise orientieren, denn diese werden mit den Kostenträgern verhandelt. „Das rentiert sich erst in vielen Jahren“, so Clasen über sein Projekt, das das 25. Senioren- und Pflegeheim in Norddeutschland ist.

dr

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