Wildeshausen beschließt Maßnahmenpaket für ein gepflegteres Stadtbild

Mit Pfandringen und Leichtmüllsauger für Sauberkeit

Wildeshausen soll schön und sauber sein. Foto: dr

Wildeshausen – Wildeshausen soll sauberer und fahrradfreundlicher werden. So möchte es die Politik und hat deshalb diverse Maßnahmen angeschoben, die zum Teil in einem halben Jahr daraufhin überprüft werden sollen, ob sie greifen. So wurde die Verwaltung nun beauftragt, sich um eine geförderte Reinigungskraft für die Innenstadt zu bemühen, die testweise für ein Jahr beschäftigt wird. Während der Bauhof sich unter anderem um die Mülleimer kümmert sowie die Beete reinigt und bepflanzt, könnte die über die Agentur für Arbeit engagierte und finanzierte Kraft ganz allgemein in der Innenstadt nach dem Rechten schauen und dabei unter anderem Müll einsammeln. Aufgrund einer Anregung aus der Bevölkerung ist im Rahmen des Projektes „Bee Local“ außerdem geplant, kleine Eimer auszugeben, mit denen Einwohner Müll sammeln können und bei Abgabe eines gefüllten Eimers in den Geschäften eine kleine Belohnung erhalten.

In der Stadt sollen zudem möglichst schnell testweise mit einem Leichtmüllsauger unter anderem Zigarettenkippen aufgenommen und entsorgt werden. Zuständig dafür ist der Bauhof, der nach der Testphase im Fachausschuss über die Erfahrungen berichten kann. Die Anschaffung eines Saugers war von Rainer Kolloge (UWG) ins Gespräch gebracht worden. Allerdings kosten derartige Geräte, wenn sie leistungsfähig sein sollen, rund 20 000 Euro. Deutlich günstiger dürfte der Vorschlag der SPD werden, an Mülleimern in der Innenstadt Pfandringe zu installieren. Die Kosten für die Ringe betragen je nach Stückzahl und Ausführung weniger als 100 Euro. Es sollen bereits in diesem Jahr einige Mülleimer in der Innenstadt damit bestückt werden. Für zusätzliche Pfandringe könnten dann weitere Mittel im Haushalt 2020 eingestellt werden.

Grundsätzlich soll in der nahen Zukunft ein Stadtmöblierungskonzept erarbeitet werden, in dem Standorte sowie der Finanzbedarf für fehlende Mülleimer benannt werden. Das dafür benötigte Geld ist ebenfalls im Haushalt 2020 einzuplanen.

Der Verwaltungsausschuss hat im Rahmen seiner Sitzung zudem den Willen der Politik bekräftigt, den Anteil der Fahrräder am Verkehrsaufkommen zu steigern. Deshalb sollen Maßnahmen ergriffen werden, um den Radverkehr attraktiver und sicherer zu machen. Die Stadt wird die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen“ beantragen, um gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden eine moderne, fahrradfreundliche Verkehrsentwicklung voranzutreiben, heißt es im Beschluss. „Sie will sich in diesem Rahmen über praxisnahe Lösungen verständigen und auf allen Ebenen für Radverkehrsförderung eintreten.“ Nach außen hin plant Wildeshausen eine Zertifizierung als „Fahrradfreundliche Kommune“. Ob und zu wann eventuell eine halbe Stelle in der Verwaltung eingerichtet werden soll, muss später entschieden werden.  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

UN: Mindestens 18 Tote bei Protesten in Myanmar

UN: Mindestens 18 Tote bei Protesten in Myanmar

S04-Debakel nach Wirbel um Gross - RB bleibt an Bayern dran

S04-Debakel nach Wirbel um Gross - RB bleibt an Bayern dran

«Let's Dance»: Fußballer hängt «Mr. Tagesschau» ab

«Let's Dance»: Fußballer hängt «Mr. Tagesschau» ab

Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Die Bilder zum Saisonhighlight

Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Die Bilder zum Saisonhighlight

Meistgelesene Artikel

Asphalt-Rowdys in Oldenburg: Illegales Autorennen endet mit Feuer

Asphalt-Rowdys in Oldenburg: Illegales Autorennen endet mit Feuer

Asphalt-Rowdys in Oldenburg: Illegales Autorennen endet mit Feuer
Polizei löst Treffen junger Männer im Krandel auf

Polizei löst Treffen junger Männer im Krandel auf

Polizei löst Treffen junger Männer im Krandel auf
27 Menschen im Landkreis Oldenburg mit britischer Virusmutation infiziert

27 Menschen im Landkreis Oldenburg mit britischer Virusmutation infiziert

27 Menschen im Landkreis Oldenburg mit britischer Virusmutation infiziert

Kommentare