„Natürlich Wildeshausen“ stellt Klima- und Naturschutzkonzept vor 

„Pfand für Getränkebecher mit Dachmarke erheben“

Ihr Konzept haben Antonia Klein und Tamino Büttner (r.) im Sommer an Bürgermeister Jens Kuraschinski übergeben. - Archivfoto: dr

Wildeshausen - Sie haben sich einige Gedanken gemacht, die Mitglieder der Gruppe „Natürlich Wildeshausen“. Antonia Klein vom Jugendparlament sowie Tamino Büttner, Vorsitzender der Jusos Wildeshausen-Harpstedt-Dötlingen, haben während der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Kultur und Sport einige wichtige Punkte aus dem Konzept für Klima- und Naturschutz für die Initiative Wildeshausen vorgestellt. Die Projektgruppen „Bewusstsein schaffen“, „Müllaufkommen verringern“ und „Natur gestalten“ hatten sich dazu einiges einfallen lassen.

„Es ist wichtig, eine Bewusstseinshilfe zu schaffen, um zum Beispiel das Müllaufkommen zu verringern“, betonte Büttner. „Davon haben wir einfach zu viel.“ So machte er den Vorschlag, dass zum Beispiel Kaffee- oder Kaltgetränke-Becher mit der Wildeshauser Dachmarke eingeführt und mit Pfand belegt werden könnten: „Wir denken dabei unter anderem an Bäckereien oder auch an Fast Foodanbieter, von denen diese Becher genutzt werden könnten. Sicherlich würden wir dann wesentlich weniger Gefäße in der freien Natur finden.“

Zudem betonte er, dass es in der Stadt entschieden zu wenig Platz für Müll gebe: „Wir brauchen wesentlich mehr Mülleimer, in die ein Aschenbecher integriert sind.“ Außerdem habe sich die Gruppe Gedanken darüber gemacht, dass der Waldlehrpfad in der Lehmkuhle dringend wieder aufgefrischt werden müsse: „Dort liegt einiges im Argen, das geändert und verbessert werden müsste, wenn wir wollen, dass dieser Lehrpfad genutzt wird.“

„In wichtigen Dingen die Augen geöffnet“

Für die Zukunft seien verschiedene Aktionen geplant. „Unter anderem möchten wir Projektwochen zu unseren Themen an den Schulen ins Leben rufen, um rechtzeitig das Bewusstsein für Natur und Umwelt zu wecken“, so Klein. Außerdem möchte die Gruppe während der verschiedenen Veranstaltungen in der Innenstadt Info-Stände aufbauen, um das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. „Wichtig wäre auch eine Baumschutzsatzung, es darf in diesem Punkt keine Willkür geben“, so Büttner.

Nicht nur Bürgermeister Jens Kuraschinski bedankte sich für die Vorschläge: „Es ist eine wirklich gelungene Initiative. Ihr habt uns in einigen wichtigen Dingen die Augen geöffnet.“ Rainer Kolloge (UWG): „Wir haben hier einige Sachen gehört, auf die wir schon längst hätten selber kommen können. Damit meine ich unter anderem den Waldlehrpfad, der sicher wieder in Schuss gebracht werden muss.“ Jens-Peter Hennken (CDU) schlug vor, die Getränkebecher nicht nur als Pfand-, sondern auch als Kaufgefäße anzubieten.

jd

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