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Pfähle sperren Zufahrt über die Dr.-Klingenberg-Straße ab

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Von: Dierk Rohdenburg

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Durchfahrt wieder verboten: Zwei Pfähle sperren die Dr.-Klingenberg-Straße ab.
Durchfahrt wieder verboten: Zwei Pfähle sperren die Dr.-Klingenberg-Straße ab. © Eger

Wildeshausen – Etwa neun Monate war die Zufahrt zur Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen ohne Schranke über die Dr.-Klingenberg-Straße möglich. Das ist nun seit wenigen Tagen wieder Geschichte, denn zwei Pfähle versperren jetzt erneut den Weg.

Das sehr zur Freude der Anlieger, denn die hatten sich über vermehrten Verkehr beklagt. Und nicht nur das: Offenbar hielten sich wenige Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern und fuhren deutlich schneller.

Ob die Pfähle von der Diakonie gesetzt wurden, ließ sich am Wochenende nicht klären. Da die Straße in dem Bereich jedoch zu der Behinderteneinrichtung gehört, dürfte es nur ihr gestattet sein, dort eine Absperrung vorzunehmen. Die Bewohnerinitiative freut sich auf jeden Fall, dass ihre Beschwerden nun zu einem sichtbaren Erfolg geführt haben. „Wir hatten uns schon gewundert, dass es ruhiger geworden ist mit den Autos. Da freuen sich nun alle Anlieger, insbesondere die mit kleinen Kindern“, schrieb Nachbar Frank Eger bei Facebook.

Schranke war in den 1990er-Jahren errichtet worden

Die offizielle Adresse der Diakonie ist Dr.-Klingenberg-Straße 96, die Zufahrt zu allen Gebäuden erfolgte aber viele Jahre über die Heilstättenstraße. Diese war zwischen 2010 und 2015 in zwei Bauabschnitten verbreitert und saniert worden. Die Diakonie hatte als flächenmäßig größter Anlieger einen erheblichen Anteil der Anliegerbeiträge bezahlen müssen.

Die Schranke war in den 1990er-Jahren aus freien Stücken und auf Wunsch der Anlieger der Dr.-Klingenberg-Straße installiert worden und machte die Verbindung somit zu einer Sackgasse. Dann war sie jedoch Ende 2020 bei Bauarbeiten beschädigt worden und damit außer Betrieb gewesen.

Im Frühling 2021 wurden alle Teile der Anlage entfernt. Und der Regional-Geschäftsführer der Himmelsthür, Jörg Arendt-Uhde, betonte auf Nachfrage, dass es auch keine neue Absperrung mehr geben werde. Man wolle als Anlieger die Straße verwenden. Allerdings sei die Gefahr, dass dort zunehmender Verkehr entstünde gering, weil immer weniger Bewohner auf dem Gelände lebten.

Zufahrt zur Wildeshauser Tafel über die Dr.-Klingenberg-Straße nicht mehr möglich

Auf dem Wege über die Dr.-Klingenberg-Straße war jedoch auch die Wildeshauser Tafel zu erreichen, was durchaus für Verkehr sorgte. Wie berichtet, wurde ein großer Teil des Geländes zudem vor einem Jahr an Investoren verkauft, die dort neue Wohnbebauung entwickeln wollen. Somit bleibt zumindest fraglich, ob nicht auch über die Dr.-Klingenberg-Straße eine Erschließung erfolgen soll. Genauere Pläne über das Projekt möchten die Investoren in den nächsten Wochen vorstellen. So hatten sie es auf jeden Fall noch vor wenigen Monaten angekündigt.  

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