2020: Autobahn zwischen Wildeshausen und Groß Ippener trotz Baustelle besser befahrbar

Pendler stehen deutlich seltener im Stau

Kilometerlanger Stau auf der A 1: Am 25. September ging stundenlang gar nichts mehr. Archivfoto: Richter
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Kilometerlanger Stau auf der A 1: Am 25. September ging stundenlang gar nichts mehr. Archivfoto: Richter

Wildeshausen – Wer auf der Autobahn 1 unterwegs ist, muss mit Staus rechnen – insbesondere dann, wenn der Verkehrsfluss durch Baustellen unterbrochen wird. Das gilt auch für die Strecke von Wildeshausen nach Bremen und in die andere Richtung. Hier werden immer wieder marode Betondeckenfelder erneuert. Im vergangenen Jahr wurde zudem monatelang ein Teilstück zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener komplett saniert.

Das blieb nicht ohne Folgen. Immer wieder kam es zu Stockungen und Staus, so der Allgemeine Automobil-Club (ADAC) in seiner aktuellen Staubilanz, die jedes Teilstück einer deutschen Autobahn auswertet. Danach gab es im Jahr 2020 im Abschnitt von der Anschlussstelle Wildeshausen-West bis zur Anschlussstelle Groß Ippener in Fahrtrichtung Bremen 248 Staumeldungen. Der Verkehr staute sich auf eine errechnete Gesamtlänge von 463 Kilometern. Es kam 110 Stunden zu massiven Behinderungen.

In der Gegenrichtung sah es schlechter aus. Hier registrierte der ADAC zwar nur 220 Staumeldungen. Die Gesamtlänge betrug jedoch 503 Kilometer. Die Fahrer standen 191 Stunden im Stau. Heftigster Ausreißer bei den Meldungen war der 25. September in Fahrtrichtung Osnabrück. Ein 19-jähriger Fahrer war gegen 8.50 Uhr mit seinem Wagen auf dem linken Fahrstreifen der A 1 Richtung Osnabrück unterwegs. Aus Unachtsamkeit geriet er auf die Nebenspur, wo er den Sattelzug eines 56-Jährigen streifte. Dadurch drehte sich das Auto des 19-Jährigen und kam auf der linken Fahrspur zum Stehen. Die Autobahn musste für die Bergungsarbeiten lange Zeit komplett gesperrt werden.

Das Stauaufkommen mag für den einzelnen Fahrer auf der A 1 im vergangenen Jahr ärgerlich gewesen sein, im Jahr zuvor war die Lage aber deutlich schlechter. So bildeten sich 2019 im Bereich zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-West und Groß Ippener laut der Bilanz Staus und Stockungen mit einer Gesamtlänge von 1 628 Kilometern und einer Dauer von 586 Stunden. 674 Mal ging es über das Jahr gerechnet nicht so recht voran, bilanziert der ADAC.

Die Quellen der Statistik sind die Landesmeldestellen der Polizei sowie Livedaten von Navigationsgeräten, Online-Navis und Smartphone-Apps. Hier wurden Geschwindigkeitsinformationen und Positionsdaten von Fahrzeugen ausgewertet. Gezählt wurde jede Verkehrsmeldung, die „Stau“ (Durchschnittsgeschwindigkeit kleiner als 20 Stundenkilometer) oder „stockenden Verkehr“ (Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 20 und 40 Stundenkilometer) beinhaltete. Dabei wurde jeder Stau nur einmal gezählt, auch wenn eine Stunde später für den gleichen Streckenabschnitt eine Meldung mit veränderter Länge im System erschien.  dr

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