Wildeshausen sieht Probleme durch BBS-Schüler 

Parkplatz-Not am Friedhof: Gespräche mit dem Landkreis

Auf dem Lehmkuhlenweg stehen die Autos in Reihe, sodass es für die Fahrzeuge richtig eng wird.

Wildeshausen - Wenn an den Berufbildenden Schulen Unterrichtszeit ist, gibt es rund um die Schulen und in Nähe des Wildeshauser Friedhofes kaum noch freie Parkplätze. Die Stadt wird deshalb die Höchstparkdauer halbieren und soll nach dem Willen der Politik intensive Gespräche mit dem Landkreis Oldenburg führen, um eine Lösung zu finden.

Christdemokrat Stephan Rollié blickte im Rahmen der Diskussion im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie ein paar Jahre zurück. Eigentlich sei eine Tiefgarage unter dem neuen Wirtschaftsgymnasium geplant gewesen. Aus Kostengründen habe der Landkreis darauf aber verzichtet. „Man hat ausgerechnet, dass die Parkplätze auch so reichen“, so Rollié. Mit der Realität habe das aber nichts zu tun, denn viele Schüler kämen mit dem Auto und würden die Straßen in der Umgebung zuparken.

„Wir müssen mit dem Landkreis Gespräche führen“, forderte auch Wolfgang Sasse (CDU). „Wir müssen den Kreis in die Pflicht nehmen“, bestärkte Thomas Johannes (UWG). Allerdings war allen Politikern klar, dass damit das Problem nicht schnell aus der Welt geschafft werden kann.

Karl Schulze Temming-Hanhoff hatte in einem Antrag angeregt, mit einer Parkscheibenregelung dafür zu sorgen, dass die Parkplätze im Bereich des Friedhofes nicht von Dauerparkern blockiert werden. Bis auf Jan Wappler (Grüne) konnten sich alle Ausschussmitglieder damit anfreunden, die erlaubten Parkzeiten zu verkürzen, um zu verhindern, dass Schüler alle zwei Stunden bei mehreren Autos gleichzeitig die Scheiben weiterdrehen.

Nun soll die zulässige Höchstparkdauer auf dem Areal vor der Friedhofskapelle von bisher zwei Stunden auf künftig eine Stunde heruntergesetzt werden. Die Regelung soll werktags von 7.30 bis 18 Uhr gelten.

Ob die Zeit für Gäste von Beerdingungsfeiern reicht, bleibt abzuwarten. Pastor Lars Löwensen äußerte Zweifel daran, dass alle Besucher von Andachten rechtzeitig wieder beim Auto sind. Klar ist aber auch, dass die Kontrolle durch die Stadt nicht so engmaschig erfolgen wird, dass sofort ein Knöllchen an der Windschutzscheibe hängt.

Die Anregung von Wolfgang Sasse und Stefan Brors (CDU), Parkerlaubniskarten an Besucher von Beerdigungen auszugeben, wurde zunächst nicht berücksichtigt, zumal Angehörige wohl von der Friedhofsverwaltung gesonderte Parkplätze zugewiesen bekommen.

Auf dem Friedhofsparkplatz am Lehmkuhlenweg soll jetzt eine Parkscheibenregelung mit einer zulässigen Höchstparkdauer von zwei Stunden in der Zeit von montags bis freitags von 7.30 bis 13 Uhr eingeführt werden. Zudem wird am Übergang zwischen dem alten und dem neuen Friedhof eine Grenzmarkierung aufgetragen, wenn der Rat sich der Ausschussempfehlung anschließt.

„Diesen Beschlüssen kann ich nicht zustimmen“, kündigte Wappler an. „Wo sollen denn die Schüler hin?“ Es helfe nichts, ihnen das Parken zu verbieten und keine Alternativen zu nennen. Die, so hoffen die Ausschussmitglieder, lassen sich möglicherweise im Gespäch mit dem Landkreis finden. 

dr

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