Stadt hat neben dem Friedhof ein Areal geschottert, geparkt wird aber am Lehmkuhlenweg

Parkfläche neu angelegt, jedoch kein Auto zu sehen

Die Parkfläche am Lehmkuhlenweg ist verwaist.

Wildeshausen – Die Parkplatzsituation rund um die Berufsbildenden Schulen (BBS) sorgt seit Jahren für erregte Diskussionen. Da viele Schüler aus weiter entfernten Gemeinden des Landkreises mit dem Auto nach Wildeshausen fahren, wird es während der Schulzeit regelmäßig eng an Straßenrändern sowie öffentlichen Parkplätzen.

Schon vor knapp drei Jahren hatte sich die Politik auf Antrag des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff mit der Situation befasst. „Im unmittelbaren Bereich der BBS wird teilweise sehr abenteuerlich geparkt“, stellte Temming-Hanhoff damals fest und erhielt von der Stadtverwaltung die Bestätigung: In den Vormittagsstunden konnte ein „erheblicher Parkdruck festgestellt werden, der im Wesentlichen auf den Bedarf der Berufsbildenden Schulen zurückzuführen ist“.

Es gab seitdem mehrere Maßnahmen, die Lage zu entschärfen. So wurde die Parkzeit vor der Friedhofskapelle reduziert, und längs des Lehmkuhlenweges befestigte die Stadt eine Fläche gegenüber dem Baugebiet „Geest Höfe“. „Die Parkplätze sind überwiegend für die Schüler der BBS hergerichtet worden, die sonst am Lehmkuhlenweg geparkt haben. Teilweise kam es dort zu Verkehrsbehinderungen“, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Antwort auf die Anfrage von Temming-Hanhoff. Dem Ratsherrn gefällt diese Auskunft allerdings nicht. Da es sich um die Friedhofserweiterungsfläche handele, sei der Parkplatz eine Art Schwarzbau, erklärt er. Außerdem hätte die Stadtverwaltung den Rat von den Maßnahmen informieren müssen.

Auffällig ist auch, dass die Fläche während der Schulzeit kaum genutzt wird, während die Fahrzeuge weiterhin entlang des Lehmkuhlenweges stehen. Da sich die Gefährte dort im Begegnungsverkehr treffen, müssen viele Autofahrer ständig einscheren, um Kollisionen zu vermeiden. Sollte das Baugebiet am Lehmkuhlenweg erst einmal fertiggestellt sein, dürfte sich die Situation noch einmal verschärfen.

Kritik von Temming-Hanhoff gibt es auch zu der Beseitigung von Bäumen und Strauchgruppen, die im südwestlichen Bereich des Bebauungsplanes Lehmkuhlenweg eingetragen sind. „Die Eigentümerin der Fläche hat im November einen Antrag auf Baumfällungen gestellt und ein Sachverständigengutachten über den Baumbestand beigefügt“, heißt es von der Stadtverwaltung dazu. Aufgrund des Gutachtens seien die Fällungen genehmigt worden. Für einige Gehölze bestehe eine Ersatzpflanzpflicht. Diese sei der Eigentümerin aufgegeben worden und könne im Rahmen der Gartengestaltung von „Geest Höfe“ angelegt werden.  dr

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