Ausschussempfehlung zu Höchstparkdauer soll im Herbst erneut diskutiert werden

Parken am Friedhof: Alles zurück auf Anfang

Am rechten Rand des Lehmkuhlenweges stehen die Fahrzeuge während der Unterrichtszeit dicht an dicht. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Empfehlung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie wurde bei einer Gegenstimme gegeben, die Politiker hielten das Thema für dringlich. Dennoch wurde der Antrag, das Parken rund um den Wildeshauser Friedhof neu zu beordnen, von der Tagesordnung des Stadtrates genommen und wird frühestens in zwei Monaten weiterdiskutiert.

Damit wollte sich der parteilose Karl Schulze Temming-Hanhoff nicht abfinden – und auch andere wunderten sich über das Prozedere. Konkret geht es darum, dass sowohl der Parkplatz vor der Friedhofskapelle als auch der Seitenstreifen des Lehmkuhlenweges vorrangig von Schülern der Berufsbildenden Schulen dichtgeparkt werden und somit kaum noch Platz für Friedhofsbesucher vorhanden ist. Bei Beerdigungsfeiern wird es schnell eng. Senioren, die mit dem Auto kommen, um das Grab eines Angehörigen zu pflegen, müssen weit laufen, wenn sie nicht in der Nähe einen Parkplatz finden.

Aus diesem Grund hatte der Ausschuss vor einem Monat neue Empfehlungen gegeben. So soll die Höchstparkdauer auf dem Parkplatz vor der Friedhofskapelle von bisher zwei Stunden auf künftig eine Stunde werktags von 7.30 bis 18 Uhr geändert werden, um zu vermeiden, dass Schüler dort den ganzen Tag parken und alle zwei Stunden die Parkscheibe weitergedreht wird.

Auf dem Friedhofsparkplatz am Lehmkuhlenweg soll von montags bis freitags eine Parkscheibenregelung mit einer zulässigen Höchstparkdauer von zwei Stunden eingeführt werden. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Landkreis klärende Gespräche im Hinblick auf den ruhenden Verkehr und die Parkplatzsituation rund um die Berufsbildenden Schulen zu führen.

Da im Rahmen der Sitzung des nicht öffentlichen Verwaltungsausschussses neue Argumente zu der Thematik aufgeführt worden sein sollen, wurde die Empfehlung des Gremiums zurück verwiesen. So sollte es auch der Rat entscheiden.

Das aber fand Lars Kosten (FDP) nicht in Ordnung. „Das ist trotzdem abstimmungsreif. Es gibt keine neuen entscheidenden Argumente“, sagte er. Temming-Hanhoff sah das ebenso. „Es geht doch darum, erst einmal Regelungen zu treffen, die gelten, bis die Gespräche mit dem Landkreis geführt worden sind“, erklärte er. „Wir haben absoluten Handlungsbedarf. Dort muss der Druck rausgenommen werden. Eine Umsetzung erst im kommenden Jahr ist zu spät.“

Helmut Müller (FDP) betonte, dass es wenig sinnvoll sei, die Situation mit Verboten zu regeln. „Besser ist es, Angebote zu unterbreiten“, fand er und regte an, weitere Parkflächen in den Blick zu nehmen. So werde eine Fläche hinter dem Netto-Markt an der Visbeker Straße nicht genutzt. „Man könnte Verhandlungen mit dem Eigentümer aufnehmen. Außerdem sollten wir erheben, woher die Parkenden kommen“, betonte er.

„Mit Verboten lösen wir in der Tat keine Probleme“, fand auch Kreszentia Flauger (Linke). Aber auch sie stimmte für eine neue Behandlung des Themas im Fachausschuss – frühestens im September.

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