Minister in Wildeshausen zu Gast

OOWV feiert 70. Geburtstag: „Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit“

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Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, Geschäftsführer Peter Kaufmann, Minister Björn Thümler, Geschäftsführer Karsten Specht, Minister Olaf Lies und Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Schwetje (v.l.) stoßen auf den Geburtstag an.

Wildeshausen - Mit einem Festakt hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) am Freitag in Wildeshausen sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung zur neu gebauten Betriebsstätte in Nähe des Pestruper Gräberfeldes gefolgt, darunter der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und der niedersächsische Minister für Wirtschaft und Kultur, Björn Thümler.

Lies lobte den OOWV als Erfolgsmodell und „öffentliche Daseinsvorsorge“. Er sei froh, dass man das Trinkwasser nicht auch noch „als letztes Gut dem Markt zum Fraß vorgeworfen habe“, und verknüpfte die Frage der optimalen Wasserversorgung mit Aspekten des Klimaschutzes und der Qualität des kostbaren Nasses. So sei es wichtig, gemeinsam das Grundwasser zu schützen. 

Es sei ihm zudem völlig unverständlich, dass Pflanzen in Biogasanlagen verbraucht würden, wenn gleichzeitig Futter fehle. „Außerdem ist es höchste Zeit, dass die Industrie bei Pflegeprodukten nachhaltige Waren auf den Markt bringt, in denen keine Nanopartikel verwendet werden“, verwies er auf zunehmende Probleme mit Mikroplastik in Flüssen und Meeren.

Sven Ambrosy, Verbandsvorsitzender des OOWV und Landrat des Landkreises Friesland, hatte die Gäste mit „Sie sind alle der OOWV“ begrüßt. Der Verband sei am 14. Juli 1948 aus der Not heraus durch die Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund gegründet worden. 

Ziel sei es gewesen, nach dem Kriegsende durch eine zuverlässige Wasserversorgung gleiche Lebensbedingungen in Städten und auf dem Land zu ermöglichen. „Bis heute trägt der Solidargedanke, dass Regionen einander unterstützen“, so Ambrosy. „Es handelt sich um ein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit.“

„Die Wasser- und Abwasserversorgung gehört zu den wichtigsten infrastrukturellen Voraussetzungen für das Funktionieren hoch entwickelter Zivilisationen. In einem heißen Sommer wie dem jetzigen wird vielen erst deutlich, dass ausreichendes Trinkwasser in allen Haushalten keine Selbstverständlichkeit ist“, betonte Thümler. „Die Infrastruktur und das Können der Mitarbeiter des OOWV haben verhindert, dass es zu echten Schwierigkeiten gekommen ist“, lobte der Minister das Engagement aller Beteiligten.

Der Wasserverband öffnetam Sonntag von 11 bis 17 Uhr sein Werk in Wildeshausen (Pestruper Straße 121) und bietet ein Programm mit Experimenten und Musik sowie Führungen. Mit dabei ist auch die Trinkwasserbar des OOWV.

dr

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