In der Alexanderkirche

Ostern und Weihnachten im Jahreskonzert: Gospelchor „Joyful Voices“ begeistert

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Für einen gelungenen Abschluss des Osterwochenendes sorgte der Chor „Joyful Voices“ unter der Leitung von Ralf Grössler in der Alexanderkirche. 

Wildeshausen - Von Janin Meyer. Dass sich Gospelmusik auch einmal etwas jenseits der Norm bewegen darf, bewies am Montag der Gospelchor „Joyful Voices“ in der Wildeshauser Alexanderkirche. Unter der Leitung von Ralf Grössler sorgte der Chor mit seinem traditionellen Jahreskonzert für einen gelungenen Abschluss des Osterwochenendes – und hatte sogar ein Weihnachtslied mit ins Programm genommen.

„Ostern und Weihnachten haben schließlich eine Menge gemeinsam“, erklärte Grössler und bediente sich eines, wie er selbst betonte, gewagten Vergleichs: „Ostern und Weihnachten haben zum Beispiel die Schokolade gemeinsam. Das ist es doch, woran wir alle zuerst denken“, erzählte er und sprach zugleich die Hoffnung aus, dass ihm dies kein Theologe übel nehmen werde. Die Schokolade sei zwar unterschiedlich verpackt, aber letztlich käme es auf die Schokolade an, nicht auf die Verpackung. Und so sei Jesus die Schokolade des Christentums – ob es nun um seine Geburt oder seine Auferstehung gehe.

Mit entsprechend launiger und gleichzeitig nachdenklich stimmender Moderation führte der Kantor durch den Abend. Er verriet: „Der Chor fragt sich schon die ganze Zeit, wie ich den Bogen bekommen kann, den wir musikalisch zwischen Jesu Geburt und Auferstehung spannen.“

Das allerdings nahm ihm schon zu Beginn Pastor Lars Löwensen ab, der sich auf die Freude und die Lebensbejahung gespannt zeigte, die ein Gospelkonzert mit sich bringt. Schließlich gehöre zur Lebensbejahung nicht nur die Geburt, sondern auch die Auferstehung, so Löwensen.

Dass sich der Pastor keine falschen Hoffnungen gemacht hatte, bewies der Chor direkt mit dem ersten Lied. Der schmissige und eingängige Song brach die Stille nach Minuten erwartungsvollen Schweigens in der gut besuchten Alexanderkirche. Glockenhelle Frauenstimmen wechselten sich dabei mit dem kraftvollen Gesang aller Chormitglieder ab.

Das zweite Stück „Lift up your eyes to the rising of the sun“ (Erhebe den Blick zum Sonnenaufgang) kam sogar noch kraftvoller daher. Passend zum Titel machten die gewaltigen Stimmen der Sängerinnen und Sänger einen Sonnenaufgang fast spürbar. „Zuletzt haben wir dieses Stück beim Kirchentag in Bremen gesungen“, erklärte Grössler. Der diesjährige Ostermontag und der Kirchentag hätten ebenfalls eine Gemeinsamkeit: die strahlende Sonne.

Spätestens als die „Joyful Voices“ mit „Why don’t you come on in this house?“ (Warum kommst du nicht in dieses Haus?) eine klare Einladung zum Kirchenbesuch sangen, gab es auch in den Zuschauerreihen kein Halten mehr. Gut gelaunt klatschten die Besucher im Takt und dankten den Musikern mit Applaus. „Vielleicht ist diese musikalische Frage einfacher, als jemanden auf der Straße zu fragen ,Warum kommst Du eigentlich nicht in die Kirche?’“, sprach Grössler auf lockere Art ein bekanntes Problem an. Denn, da waren sich am Ende alle einig, das im Lied beschriebene Versprechen „We’re gonna have a good time“ (Wir werden eine gute Zeit haben) entspricht der Wahrheit.

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