Vorsitzender Franz-Josef Dasenbrock verabschiedet

Ortslandvolk Wildeshausen mit neuem Vorstand: Etwas jünger und ohne Chef

Zäsur: Nach rund 25 Jahren als Vorsitzender wurde Franz-Josef Dasenbrock (Mitte) verabschiedet. Seine Frau Dörthe nahm den Blumenstrauß entgegen. Der Vorstand besteht jetzt aus den wiedergewählten oder weiter amtierenden Mitgliedern Ina Rüdebusch (von links), Gerd Hespe-Meyer, Niklas Behrens, Hannes Brüning und Ralf Stöver sowie den zwei Neuzugängen Glenn Mahlstedt und Henning Pauley.
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Zäsur: Nach rund 25 Jahren als Vorsitzender wurde Franz-Josef Dasenbrock (Mitte) verabschiedet. Seine Frau Dörthe nahm den Blumenstrauß entgegen. Der Vorstand besteht jetzt aus den wiedergewählten oder weiter amtierenden Mitgliedern Ina Rüdebusch (von links), Gerd Hespe-Meyer, Niklas Behrens, Hannes Brüning und Ralf Stöver sowie den zwei Neuzugängen Glenn Mahlstedt und Henning Pauley.

Das Ortslandvolk Wildeshausen geht mit einem Vorstandsteam und ohne einen ersten Vorsitzenden in die Zukunft. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung beschlossen.

Während der Jahreshauptversammlung des Ortslandvolks Wildeshausen am Donnerstagabend in der „Gildestube“ erklärte der bisherige erste Vorsitzende Franz-Josef Dasenbrock wie im Vorfeld angekündigt, er werde nicht wieder antreten. Begründet wurde dies mit seiner Tätigkeit im Vorstand der Hunte-Wasseracht.

Da bleibe nicht genug Zeit. Außerdem wolle er Jüngeren Platz machen, so der Landwirt. Gut 25 Jahre hatte Dasenbrock das Ortslandvolk geführt, und so richtig traute sich offenbar niemand zu, in seine Fußstapfen zu treten. Die intensive Suche nach einem Nachfolger für den Kleinenkneter war vor der Versammlung ergebnislos verlaufen. Und auch beim Treffen im Reitersaal drängelte sich niemand vor.

Die Bauern diskutierten, ob es denn unbedingt ein erster Vorsitzender sein müsse. „Wir könnten ein Team installieren, ohne feste Posten“, so Ralf Stöver, bisheriger zweiter Vorsitzender. Er erklärte sich genau wie Kassenwart Gerd Hespe-Meyer und Schriftführerin Ina Rüdebusch bereit, weiter mitzuarbeiten. „Dann sind alle im Vorstand, und jeder macht das, was er gerade leisten kann.“ Das könne eine Übergangslösung sein. Niklas Behrens und Hannes Brüning, die beide im Vorstand waren und jüngeren Semesters sind, wollen sich ebenfalls weiter mit einbringen.

Glenn Mahlstedt und Henning Pauley neu im Vorstand

Zusätzlich engagieren sich in Zukunft auch Glenn Mahlstedt und Henning Pauley, die neu im Vorstand sind. Das gesamte Team wurde ohne Gegenstimme gewählt. Geplant ist, jetzt erst mal ein Jahr in dieser Zusammensetzung zu arbeiten und dann zu entscheiden, ob es einen ersten Vorsitzenden braucht und wer das machen will.

Dasenbrock bereitete seine Nachfolger schon einmal auf das vor, womit er in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten zu tun hatte. „Wir mussten Abwehrkämpfe führen“, erklärte der scheidende Vorsitzende. „Immer sollte etwas geändert werden. Und dabei ist die Landwirtschaft selten wirklich gehört worden.“ Trotzdem sei es gelungen, zum Beispiel Stallbaufenster, wie es sie zum Beispiel in der Gemeinde Großenkneten gibt, abzuwenden. In Dasenbrocks kleiner Bilanz hob er den ländlichen Wegebau hervor, „den wir massiv vorangetrieben haben“. Auch bei der Dorferneuerung sei viel erreicht worden.

Immer Abwehrkämpfe geführt

Was die kommenden Aufgabenfelder angeht, verwies der Kleinenkneter auf die jüngst ausgewiesenen „Roten Gebiete“, in denen die Landwirte weniger düngen dürfen. Bei einem Blick auf seine Flächen sei er „völlig irritiert“ darüber gewesen, welche Äcker in diesen Bereich fallen, so Dasenbrock. „Wie man zu solchen Ergebnissen gekommen ist, also da habe ich noch Fragen.“ Zum Beispiel, ob nur am Computer gerechnet wurde oder auch Tiefenproben vor Ort genommen worden sind.

Kürzlich habe er bei einer Podiumsdiskussion mit Umweltminister Olaf Lies (SPD) gesprochen. Dieser habe ihm zugesichert, dass es eine Nachbetrachtung geben würde. Hoffentlich mit dem Resultat, dass einige der „Roten Gebiete“ wieder verschwinden, so Dasenbrock in seiner letzten Sitzung als erster Vorsitzender des Wildeshauser Ortslandvolks.

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