Ortsfeuerwehren sammeln an sechs Stationen in der Stadt

Baumentsorgung für den guten Zweck

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Auch den Weihnachtsbaum ihres Kollegen Daniel Müller „2“ (Zweiter von links) nahmen die Feuerwehrleute während ihrer Entsorgungsaktion gerne entgegen.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Ihren Weihnachtsbaum auf seinem „letzten Weg“ zu begleiten, das ließen sich die dreijährige Lena und ihre einjährige Schwester Thea nicht nehmen. Schließlich hatte das Prachtexemplar ihnen festlich geschmückt während der Feiertage gute Dienste geleistet – und so manches Päckchen mag sich wohl darunter befunden haben.

Zuvor hatte Lena den Baum natürlich eigenhändig mit Papa Bruno Reiser ausgesucht. Bei der Entsorgung half der Familie nun die Freiwillige Feuerwehr. An sechs Stationen in der Stadt nahmen am Sonnabend Mitglieder der Wehren Wildeshausen und Düngstrup ausgediente Weihnachtsbäume entgegen.

Am Nettoparkplatz übernahmen wie jedes Jahr seit 13 Jahren Sascha Rehders und Daniel Müller „1“ die Frühschicht – und freuten sich über die tatkräftige Unterstützung durch die Jugendfeuerwehr. Denn die beiden 14-jährigen Jungs Markus Müller und Andreas Blem eilten jedem anreisenden Baum eifrig entgegen, um ihn gemeinsam in den riesigen Remondis-Container zu verfrachten. Der füllte sich zusehends: Über mangelnde Kundschaft konnten sich die Feuerwehrleute nicht beklagen.

Der erste war sogar schon da gewesen, bevor sie um 9 Uhr ihren ehrenamtlichen Dienst antraten – ein Baum lag nämlich zu der Zeit bereits vor dem Container. „Der Frühaufsteher kam aber später noch einmal vorbei, um sich mit einem Obolus für die Entsorgung zu bedanken“, berichtete Rehders. „Das war niemand, der sich vor dem einen Euro für die Baumentsorgung drücken wollte.“

Die Investition in den „letzten Weg“ des Weihnachtsbaumes kommt ja immerhin auch einem guten Zweck zugute. Der Erlös der Weihnachtsbaumsammlung geht zu einem Großteil an die Jugendfeuerwehr und wird außerdem für die Ergänzung der Feuerwehrausrüstung verwendet. „Dieses Jahr ist die Spendenbereitschaft der Leute wirklich groß“, fiel Rehders auf. „Meistens erhielten wir nicht nur den obligatorischen Euro.

Im Durchschnitt durften wir uns pro Baum über fünf Euro freuen.“ Als eine Frau ihren Weihnachtsbaum mitsamt 20 Euro bei den Feuerwehrleuten abgab, musste Rehders dennoch erst einmal fragen, ob das wohl so seine Richtigkeit hätte. „Zur Antwort bekam ich nur: ‚Natürlich‘ – es sei doch für einen guten Zweck.“

Ab und an überraschten Rehders und seine Kollegen jedoch auch diejenigen, die ihnen den Weihnachtsbaum kommentarlos und ganz ohne einen „Taler“ abzugeben überließen. „Wer sich einen Weihnachtsbaum kauft, sollte auch daran denken, einen Euro für die Entsorgung übrig zu haben“, meinen die Feuerwehrleute.

Nicht nur am Nettoparkplatz konnten Weihnachtsbaumbesitzer ihr ausgedientes Grün abgeben, auch an der Heidloge, an der Harpstedter Straße und am Krandel. Die Altersabteilung nahm außerdem an der Humboldtstraße Bäume in Empfang, ebenso wie die Düngstruper Wehr am Westring.

„Insgesamt landen so jedes Jahr rund 700 Weihnachtsbäume in den Containern“, erklärte Müller. „Die werden übrigens von der Firma Remondis kostenfrei zur Verfügung gestellt.“

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