Einweihungskonzert Weihnachten 2020

Orgel wird im Frühjahr ausgebaut - Finanzierung steht fast

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So soll es an Weihnachten 2020 in der Alexanderkirche aussehen: Orgelbauer Gerald Woehl (links) mit seinem Sohn Claudius May-Woehl und einem Modell der neuen Orgel. Im Hintergrund ist das alte Instrument zu sehen. 

Wildeshausen - Die Tage der Kleuker-Orgel in der Wildeshauser Alexanderkirche sind gezählt: Im Frühjahr will Orgelbauer Gerald Woehl aus Marburg anrücken und das alte Instrument entfernen, bis Weihnachten soll die neue Orgel eingebaut sein, sodass die Rosette von innen sichtbar ist. Das verkündeten Vertreter des Orgelfördervereins am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz im Remter der Kirche.

„Der Vertrag ist unterschrieben“, sagte Schatzmeister Ralf Müller. Der Verein hat seit März 2015 rund 850.000 Euro gesammelt. Die neue Orgel kostet knapp 830.000 Euro. Die Verantwortlichen wollen in den kommenden Monaten noch weitere 50.000 Euro Spenden einwerben, um davon den Umbau der Empore und kleinere Maßnahmen zu finanzieren. Die Baukosten für das Gesamtprojekt werden auf rund 900.000 Euro angesetzt.

Der Orgelbauer rechnet fest damit, Ende kommenden Jahres fertig zu sein. Woehl ist jetzt Mitte 70 und wird von seinem Sohn Claudius May-Woehl, ebenfalls Orgelbauer, unterstützt. Derzeit ist der Meister mit Großprojekten in Korea und Japan beschäftigt, will aber laut Orgelförderverein im kommenden Jahr unbedingt das Vorhaben Wildeshausen abschließen. Kantor Ralf Grössler hat ein bisschen Zweifel am ambitionierten Zeitplan und geht davon aus, dass sich die Arbeiten auch bis Anfang 2021 ziehen könnten. Das sei aber kein Problem. Derzeit laufen die Planungen für ein großes Einweihungskonzert. Dabei wird Grössler dirigieren, während sein alter Bekannter, Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr aus München, an der Orgel sitzt.

Treten für die neue Orgel ein: Mitglieder des Orgelfördervereins und der Familie Klebinger aus Köln, die für 6000 Euro die Patenschaft für den Zimbelstern übernommen hat.

Die erste Rate ist schon an den Orgelbauer überwiesen. Woehl werde jetzt an der Feinkonzeption arbeiten, bevor die alte Orgel abgebaut werde, informierte Grössler. Für die Kleuker-Orgel wird übrigens noch ein Abnehmer gesucht. Das Interesse aus Frankreich und den Niederlanden hat sich zerschlagen, aber eine polnische Gemeinde hat sich gemeldet. Der Verkaufswert wird auf rund 40.000 Euro taxiert.

Bei dem Termin am Dienstag war auch Familie Klebinger aus Köln zugegen, die lange Jahre in Wildeshausen gewohnt hat. Vater Walter (55), Mutter Anja (54) und die vier Söhne Kato (19), Kari (17), Kjel und Keno (beide 15) haben sich in der Alexandergemeinde engagiert und wollten jetzt etwas zum Neubau der Orgel beitragen. „Wir empfinden das Konzept der Gemeinde als sehr schön“, sagte Anja Klebinger. In Wildeshausen werde extrem viel für Kinder und Jugendliche getan, die sich gut einbringen könnten. Zum Beispiel beim Gottesdienst Alex 18:30. Die Klebingers haben für 6000 Euro die Patenschaft für den Zimbelstern, ein eigenständiges Instrument, das mit der Orgel interagiert, übernommen. Über die Patenschaften für die Pfeifen der Orgel hat der Förderverein insgesamt mehr als 70.000 Euro generieren können. Es sind allerdings noch Patenschaften zu vergeben. Übrigens: Die Paten werden noch vor dem Einweihungskonzert eingeladen, sodass Grössler ihnen vorspielen kann, wie „ihre“ Pfeifen klingen.

Beim Orgelförderverein herrscht große Zufriedenheit darüber, dass das lange geplante Vorhaben jetzt umgesetzt wird. „Ganz viele Menschen haben hier zusammengearbeitet. Das macht mir Mut für unsere Gesellschaft“, sagte Pastor Markus Löwe, der sich für die Unterstützung bedankte.

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