Historisches Schmuckstück aus der Alexanderkirche soll restauriert und wieder genutzt werden

Opferstock aus dem Jahr 1659

Matthias Selke, Wilhelm Lindemann, Franz Duin und Wolfgang Jöllenbeck (v.l.) mit dem alten Opferstock.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Jahre fristete der alte Opferstock der Alexanderkirche ein Schattendasein in der Sakristei. Nun soll er restauriert und in der Kirche platziert werden. Das darin gesammelte Geld kommt der diakonischen Hilfe in Wildeshausen zugute.

„Wir dürfen diesen Opferstock der Gemeinde nicht vorenthalten“, meinte Franz Duin, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, als ihm der „Geldsammler“ mal wieder im Remter auffiel. Zusammen mit den Gemeindegremien wurde schließlich diskutiert, wie das zu realisieren ist. Im Rahmen der Diskussion erklärte sich die Ursula-und-Wilhelm-Lindemann-Stiftung sofort bereit, den alten Opferstock untersuchen zu lassen. Das geschah jetzt durch das Fachbüro Preßler aus dem Emsland. Mit Hilfe der Dendrologie, einer naturwissenschaftlichen Methode zur Datierung von Hölzern, ermittelten die Spezialisten, dass die Eiche etwa im Jahr 1659 gefällt und ausgehöhlt wurde. Wesentlicher Hinweisgeber dafür sind die Jahresringe. Zudem dürften das Fäll- und das Verarbeitungsdatum nahe beieinander liegen, da in der Regel saftfrisches Holz verwendet wurde.

Der Opferstock ist von vier Eisenbändern umschlossen, um so einen Diebstahlsschutz zu ermöglichen. Zudem wird die Klappe an der Vorderseite durch ein P-Schloss geschützt. „Das ist noch original vorhanden“, freute sich Duin. „Alfred Panschar hat es restaurieren lassen, so dass es wieder schließt.“

Da das Holz des Opferstockes irgendwann bemalt wurde, steht nun eine aufwändige Restaurierung an, die ebenfalls von der Lindemann-Stiftung finanziert wird. „Die Kirche liegt uns am Herzen“, betonte Wilhelm Lindemann gestern. „Dieser Opferstock ist eine Bereicherung für das Gotteshaus.“ Ab Ostern, so hoffen Pastor Matthias Selke, Wiltrud Stanszus, Küster Wolfgang Jöllenbeck und Franz Duin, ist das historische Stück wieder öffentlich zugänglich. Geld darf dann jederzeit eingeworfen werden. Langfinger sollen aber auf keinen Fall eine Chance haben. „Der Opferstock wird diebstahlssicher installiert“, so Duin. Auch dafür möchte Lindemann das Geld geben. Gestern wurde der Opferstock seit langem mal wieder geöffnet. Es befanden sich 1,20 Euro im Inneren. Diese Summe soll ab Frühjahr 2011 wachsen, denn auch Scheine passen gut durch den historischen Geldschlitz.

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