Druck wird im Verbandsgebiet gesenkt

OOWV macht ernst: Weniger Wasser

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Im Landkreis Oldenburg kommt nun weniger Wasser aus dem Hahn.

Brake/Landkreis - Der konstant hohe Wasserverbrauch im Gebiet des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) hat Folgen: Ab sofort muss der Druck in den Leitungen gesenkt werden, um die Trinkwasserversorgung auch in den nächsten Tagen zu sichern, teilte der Verband mit Sitz in Brake am Freitag mit.

„Die Bürger werden dies bemerken: Das Wasser sprudelt nicht mehr so kräftig wie gewohnt aus den Hähnen“, heißt es weiter. In den Regionen, in denen bereits Druckschwankungen festzustellen seien, würden sich diese möglicherweise noch verstärken.

„Solidargedanke muss hier jetzt greifen“

„Dieser Schritt ist notwendig, um Zwangsmaßnahmen wie das Anordnen von Nutzungseinschränkungen zu vermeiden“, sagte Axel Frerichs, Bereichsleiter für den Betrieb der Wasserwerke, Netze und Anlagen. Er betonte: „Auch der abgesenkte Druck reicht, um eine Trinkwasserversorgung sicherzustellen.“ Im ländlich geprägten Gebiet des OOWV sei außerdem die Bereitstellung von Trinkwasser für viele Millionen Nutztiere erforderlich.

Frerichs appellierte, insbesondere auf das Rasensprengen und das Befüllen von privaten Gartenpools zu verzichten: „Hier muss jetzt der Solidargedanke greifen: Gemeinsam sollten wir alle prüfen, wo wir tatsächlich Trinkwasser einsetzen müssen – und wo wir es sparen können, damit es weiter bei allen Kunden ankommt.“

Der Verbrauch bewegt sich im OOWV-Gebiet auf Rekordniveau. Täglich geben die Wasser- und Speicherpumpwerke weit mehr als 300 000 Kubikmeter Trinkwasser ab. Am Donnerstag kam es mit 332 222 Kubikmetern zu einem neuen Höchstwert in der 70-jährigen Verbandsgeschichte – das sind 110 000 Kubikmeter mehr als sonst an einem Tag.

„Der tägliche Verbrauch und die Menge, die wir in den Wasserwerken aufbereiten können, passen nicht mehr zusammen“, erläuterte Frerichs. Die Reserven in den Speichern der Wasserwerke würden immer kleiner. „Mit der Druckabsenkung versuchen wir, diese Entwicklung zu stoppen“, so der Bereichsleiter. Sobald sich die Lage entspannt, werde der OOWV diese Maßnahme zurücknehmen. Sie könne aber auch noch verschärft werden, falls die tägliche Abgabemenge nicht spürbar sinke. Der Verband fordert dazu auf, das Trinkwasser nur für Zwecke einzusetzen, für die es in erster Linie vorgesehen ist: Trinken und Kochen, Körperpflege, Baden und Duschen, Toilettenspülung, Wäsche waschen, Geschirr spülen und Putzen. Der enorm hohe Verbrauch kann zu Trübungen des Wassers führen. „Diese werden durch gesundheitlich unbedenkliche Partikel von Eisen und Mangan hervorgerufen, die sich bei den veränderten Strömungsverhältnissen in den Leitungen lösen“, heißt es in der Mitteilung.

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