Uni Oldenburg und Kreisverwaltung kooperieren im Rahmen eines Pilot-Projektes

Perspektiven für Studenten im heimischen Landkreis

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Carsten Harings, Gunilla Budde und Michael Piper (vorne von links) unterzeichneten die Vereinbarung, Uwe Jens Kruse (Universitätsgesellschaft), Axel Lindermann und Hans-Werner Aschoff (hinten von links) begleiteten die Zeremonie.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Idee ist eigentlich naheliegend, dennoch wird sie nun erstmals in der Region verwirklicht: Der Landkreis Oldenburg und die Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg schlossen gestern eine Kooperationsvereinbarung. Axel Lindemann vom Schulamt informiert nun in Wildeshausen über Studienangebote in der Uni.

Dazu waren gestern mit dem Präsidenten der Universität, Michael Piper, sowie der Vizepräsidentin Gunilla Budde hochrangige Gäste im Kreishaus anwesend, die mit Landrat Carsten Harings ihre Unterschrift unter den „Letter of Intent“ setzten.

„Wir sind im Landkreis Schulträger für Gymnasien, Fachgymnasien und die Berufsbildenden Schulen“, betonte Harings. „Unser Ziel ist es, den Schülern die bestmöglichen Bildungs-chancen zu bieten. Diese Verpflichtung hört nach dem Ende der Schullaufbahn nicht auf.“

Da schulische Asolventen mit Hochschulreife häufig die Region verlassen, um sich weiterzubilden und so dem Landkreis verloren gehen, sollen die jungen Leute nun frühzeitig über die Studienangebote in Oldenburg informiert werden. „Damit bieten wir den Studenten Perspektiven und halten sie in der Region“, gibt Harings die Devise aus. Über eine Kontaktmöglichkeit im Kreishaus könnten eventuelle „Schwellenängste“ verringert werden.

Piper ist erst seit drei Wochen Präsident der Uni Oldenburg. „Wir müssen um die Menschen werben“, bekräftigt er. Die Uni sei insbesondere bei den Lehramtsstudiengängen und der Forschung zu alternativen Energien national und international gut aufgestellt. Dazu komme die neue medizinische Fakultät, die große Bedeutung erlangen werde. „Das hat auch einen Klebeeffekt für die Region“, sagt Piper und meint damit, dass sowohl Lehrer, Forscher oder Mediziner für Oldenburg und das Umland gewonnen werden könnten. „Das Verhältnis zwischen Stadt und Region ist vor vielen Jahren in Bezug auf die Uni keine Liebe auf den ersten Blick gewesen“, so Budde. „Das hat sich aber grundlegend gewandelt, und mittlerweile sind beide glücklich miteinander.“ Dazu tragen auch die Uni-Botschafter bei, die unter anderem im Landkreis leben. Hans-Werner Aschoff, Wirtschaftsförderer im Kreishaus, ist einer von ihnen und trieb die Kooperation voran.

Axel Lindemann ist im Schulamt beschäftigt. Der 35-Jährige wird die Kontaktstelle leiten. „Die Uni macht viel“, sagt er. „Aber viele Schüler wissen nicht, was die Uni ausmacht. Sie würden von der Vielfalt überrascht sein.“

Lindemann möchte nicht in seinem Büro auf Lehrer und Schüler warten. Er plant vielmehr, auch an die Schulen zu gehen und über die Möglichkeiten, beispielsweise für Gasthörer, zu informieren. „Ich will die Uni an die Schulen bringen“, gibt er die Devise aus. Das solle auch im Rahmen von Berufsinformationsveranstaltungen geschehen.

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