SERIE: Anna-Lena Feldmann berichtet aus Ecuador von ihren ersten Erlebnissen

Ohne Machete geht sie nicht los

Anna-Lena Feldmann nutzt die Machete, um sich den Weg von der Finca zur Feldarbeit freizuschlagen.

Wildeshausen/Caimito – „Endlich da!“, freute sich Anna-Lena Feldmann. Nach gut 18 Stunden Reisezeit, die um 4 Uhr morgens in Berlin-Tegel mit dem Check-in begannen und um 22.30 Uhr in Quito nach erfolgreicher Visa-Kontrolle endeten, war die Wildeshauserin am 14. August in Ecuador angekommen. Das Abenteuer Freiwilligendienst konnte starten (wir berichteten).

Insgesamt sind acht Freiwillige des Vereins Alegro in Quito angekommen. Nach einer Übernachtung in der Hauptstadt Ecuadors geht es am nächsten Tag in die jeweiligen Projekte. Feldmann und ihr Partner aus Tübingen sind mit dem Bus in den Ort Caimito unterwegs, wo sie zehn Stunden und einen Umstieg später ankommen. Das kleine Dorf mit etwa 50 Einwohnern liegt inmitten eines der letzten gut erhaltenen Ur-Regenwaldabschnitte im Nordwesten Ecuadors.

„Gleich nach dem Aufstehen wurden wir von einem Kolibri begrüßt, der in einer gelb-roten Blüte sein Frühstück einnahm“, berichtete die Wildeshauserin begeistert in einer E-Mail. „Der Pazifikstrand ist nur 1,5 Kilometer Fußweg entfernt und die Natur atemberaubend schön.“ Um diese zu erhalten, sollen Feldmann und ihr Projektpartner während des Jahres ihres Freiwilligendienstes viel über regenerative Landwirtschaft und Permakultur lernen – eine Form des Anbaus, die ohne Chemie auskommt und sich an die Bedürfnisse der Pflanzen anpasst.

Neben Kakao und Kaffee wachsen in den Fincas, den Farmen der Einwohner, noch Mandarinen, Orangen, Bananen, Ananas, Papaya und andere Früchte. „Eine wahre Explosion an Farben, Gerüchen und Geschmäckern. Frische Kakaobohnen sind in einem weißen Fruchtfleisch gebettet, das sehr süß schmeckt und roh gegessen werden kann. Über viele Stunden gekocht, wird es zu einem braunen Sirup, der ,miel de cacao‘ genannt wird“, so Feldmann. „Diesen isst man fast überall dazu – zu Pfannkuchen, Ananas und in Joghurt. Das Essen hier ist unvorstellbar facettenreich.“

Um die Früchte zu ernten und die Wege von der schnell wachsenden Vegetation zu befreien, erhielten die beiden Freiwilligen Macheten. Die richtige Handhabung mit diesem Werkzeug und der respektvolle Umgang mit der Natur wurde ihnen im Projekt nahegebracht. Dabei macht der 27-Jährigen die Arbeit im Regenwald viel Spaß: „Ohne meine Machete, ohne mich!“, berichtete sie. „Soweit ich das jetzt schon sagen kann.“ Anna-Lena Feldmann wird in unserer Zeitung über ihre weiteren Erlebnisse berichten.

Ermöglicht wird der Freiwilligendienst durch „weltwärts“, einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das unter anderem von Spenden getragen wird.

Mehr Informationen finden Interessierte auf der privaten Homepage www.anna-lenafeldmann.de

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