Stadtmarketing möchte Kaufleuten helfen

Ohne Internet können Händler nicht überleben

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Die Stadtmarketing-Fachleute tauschten in Lohne Ideen aus und knüpften neue Kontakte.

Wildeshausen - Einkaufsgutscheine, der Streit um die verkaufsoffenen Sonntage, lokale Onlinemarktplätze: Beim Netzwerktreffen „Stadtmarketing im Nordwesten“ gab es vor wenigen Tagen einigen Gesprächsbedarf unter den Teilnehmern. Erstmals versammelten sie sich im Lohner Rathaus.

Das Netzwerk existiert seit März 2016. In ihm zusammengeschlossen haben sich Stadtmarketing-Organisationen von Mittelzentren aus ländlichen Räumen, um Kontakte zu knüpfen, Ideen auszutauschen oder gemeinsam Positionen zu formulieren. Sie treffen sich drei Mal pro Jahr.

Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) „Gans und gar Lohne“ ist dabei, ebenso die Marketingabteilung der Stadt. Aber auch Experten aus Nordenham, Brake, Varel, Osterholz-Scharmbeck, Cloppenburg, Werlte, Weyhe, Westerstede und Wildeshausen waren in Lohne mit von der Partie.

Sonntagsöffnung wichtiges Thema

Ein besonders aktuelles Thema: die Sonntagsöffnung. „Nachdem die Gerichte in jüngster Zeit immer wieder verkaufsoffene Sonntage gekippt haben, gibt es derzeit eine große Verunsicherung bei Händlern und Kommunen“, umriss Daniela Baron von der Stadt Wildeshausen die Problematik.

Allen Teilnehmern in Lohne war klar: Rechtssicherheit wird es so schnell nicht geben, ein neues Ladenöffnungsgesetz nicht kommen. „Wir müssen aber jetzt für das nächste Jahr planen“, sagte Baron.

Also suchten die Teilnehmer Alternativen: lange Shoppingnächte zum Beispiel oder lokale Onlinemarktplätze, um der Konkurrenz im Netz selber Konkurrenz zu machen.

Es fehlt oft an Grundlagen

„Leider fehlt es immer wieder an den Grundlagen“, berichtete Nicole Rösener vom Lohner HGV. „Wir kennen Händler, die haben noch nicht mal eine E-Mail-Adresse, von einer Homepage ganz zu schweigen.“ In Zeiten, in denen sich On- und Offline-Handel immer stärker vernetzten, sei dies eine fatale Entwicklung.

Deshalb sehen es die Stadtmarketing-Experten als ihre Aufgabe an, die Händler an die Hand zu nehmen, zum Beispiel mit Schulungen für Internet-Einsteiger. Nach welchen Kriterien funktioniert Google? Wie rutscht mein Geschäft bei Suchanfragen nach oben? Wie hat sich das Kundenverhalten durch den Online-Handel verhalten? Darauf geben Workshops in Lohne und Cloppenburg Antworten. 

Denn allen in der Runde war klar: Wer sich dem Internet versperrt, wird auf Dauer nicht überleben. „Unsere Aufgabe ist es, diejenigen, die bereit sind, sich der Zukunft zu stellen, zu beraten und zu unterstützen“, fasste Nicola Illing aus Osterholz-Scharmbeck die Meinung zusammen.

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