Offizierskasino im Spritzenhaus?

Stadtrat: Helmut Müller bewirbt sich als Einzelbewerber

Das Spritzenhaus kann bald anders genutzt werden.

Wildeshausen - Es gibt mit Helmut Müller (bislang noch FDP-Fraktion) einen weiteren Einzelbewerber für den Wildeshauser Stadtrat. Der 68-jährige selbstständige Unternehmer ist neben Karl Schulze Temming-Hanhoff der zweite Ratsherr, der nun alleine Stimmen sammeln wird. „Im Herzen bin ich weiter ein Liberaler“, sagt Müller. Er habe aber wenig Lust verspürt, eventuelle neue FDP-Mitglieder im Rat einzuarbeiten. „Das ist sehr anstrengend“, erklärt er. „Ich möchte keine neuen Leute anlernen.“

„Ich habe mein eigenes Profil“, betont Müller selbstbewusst. Seit mehr als 30 Jahren sei er selbstständig. „Da ist das Denken anders als bei Angestellten. Ich arbeite zielorientiert und nicht problemorientiert. Ich muss für etwas und nicht gegen etwas sein.“ Von daher liege ihm das Projekt „Wildeshausen 2030“ am Herzen.

Somit hat sich Müller auch grundlegende Gedanken zur Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses gemachte. Ebenso wie die CDU sieht er dort kein Urgeschichtliches Zentrum. Anders als die Christdemokraten setzt er sich aber dafür ein, dass das Haus in der Hand der Stadt bleibt und auch keine Wohnbebauung an die Hunte kommt.

„Ich möchte das alte Spritzenhaus an die Nieberding-Stiftung verkaufen“, so Müller. Diese könne die Immobilie dann mit Leben füllen und dadurch mindestens vier Prozent Rendite erwirtschaften. „Das Spritzenhaus sollte in jedem Fall weiter für die Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden“, erklärt der Ratsherr. „Dort könnte die Historie der Wildeshauser Feuerwehr aufgezeigt werden. In jedem Fall sollten im Feuerwehrgebäude auch ein OffiziersKasino für die Gilde und ein Wachelokal eingerichtet werden“, sagt Müller. Platz wäre auch für die Wildeshauser Musikzüge. Diese wiederum könnten dann das VHS-Gebäude verlassen, sodass die Bildungseinrichung mehr Räume für ihre Kurse hätte.

Und ein Urgeschichtliches Zentrum? Das, so Müller, käme die Stadt viel zu teuer. Wenn es überhaupt errichtet werden solle, dann in Nähe des Pestruper Gräberfeldes. Er betont, dass die Stadt zudem nur ein Vorkaufsrecht für die Polizeigebäude an der Herrlichkeit habe, wenn sie es für eigene Zwecke nutze. „Deshalb“, so Müller, „benötigen wir für den Bereich schnellstmöglich ein Nutzungskonzept.“

dr

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