Tag der offenen Türen: „proWerkstätten“ stellen sich vor/Harings Pferd hat gegen Bürgermeisters Ross keine Chance

Landrat schummelt und verliert trotzdem

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Punktejagd am Riesen-Dart.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ob „Dog-Dancing“ mit den Cloppenburger Hundefreunden, spaßige und historische Spielgeräte von Reinhold Kotte, ein Riesen-Dart oder jede Menge Informationen mit einem Blick hinter die Kulissen – überaus interessant gestaltete sich am Sonntag der Tag der offenen Türen in den „proWerkstätten“ Himmelsthür am Westring in der Kreisstadt.

Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Jens Kuraschinski übernommen, der mit Familie an den Westring gekommen war, um die Grüße von Rat und Verwaltung zu überbringen: „Als ich von den Verantwortlichen besucht wurde, war mir gar nicht so recht bewusst, welch tolle Einrichtung wir hier schon seit vielen Jahren haben.“ Als ihm dann erzählt worden sei, welch breites Spektrum im Rahmen der Dienstleistungen angeboten wird, sei er erstaunt und überrascht zugleich gewesen, sodass er die Schirmherrschaft gerne übernommen habe.

„Das Motto des Tages, ,Mittendrin – dabeisein‘, drückt vieles aus und verkörpert aktiv den Begriff der Inklusion. Denn zu einer modernen Gesellschaft gehören alle Menschen – mit oder ohne Behinderung.“ Es sei toll, zu sehen, wie der Begriff der Inklusion am Westring gelebt werde: „Jeder Gast sollte diesen Tag genießen und sich umfassend informieren. Niemand sollte sich scheuen, den Kontakt zu den Menschen zu suchen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

In die gleiche Kerbe schlug Landrat Carsten Harings: „Wir haben hier ein innovatives Dienstleistungsunternehmen, in dem in der Tat Inklusion gelebt wird. Und das ist überaus wichtig.“ Er sei begeistert und fände es toll, was für diesen Tag auf die Beine gestellt worden sei: „Sie alle machen hier einen wirklich tollen Job.“ Die Besucher rief er auf, sich auch die Bilderausstellung anzuschauen: „Dort finden sie Werke von Mitarbeitern. Ich selbst habe schon solch ein Gemälde in meinem Büro im Kreishaus hängen.“

„Jeder soll uns heute hier über die Schultern schauen“, betonte Jörg Plehn, Geschäftsführer der „proWerkstätten“. „Unser Motto des Tages drückt Inklusion aus. Wir möchten zeigen, dass Menschen mit Assistenzbedarf ganz klar ein Bestandteil des Lebens sind.“

Zufrieden zeigte sich auch Werkstattleiter Uwe Böhnke: „Wir haben heute deutlich mehr Besucher hier als vor einem Jahr. Alle zeigen sich sehr interessiert und genießen die Angebote.“ Das war auch bei den Ehrengästen der Fall, als sie an dem Spielgerät „Pferderennen“ gegeneinander antraten. Mittels einer Kugel, die in Löcher befördert werden musste, konnte das Pferdchen in Bewegung gesetzt werden. Schnell griff der Landrat zu einem illegalen Hilfsmittel, nutzte zwei Kugeln. Aber auch diese Schummelei half ihm nicht, denn sein Pferdchen hatte gegen das des Bürgermeisters ganz klar das Nachsehen und machte schlapp.

Kuraschinski nutzte sogar ein etwas anderes Fahrrad, um seine Runden in der Halle zu drehen. Bei diesem Gefährt war die Nabe in den Rädern aus der Mitte versetzt, sodass sich eine eher eierige Fahrt ergab. „Wer den Bogen raus hat, kann auch damit fahren“, meinte der Bürgermeister.

Während auf dem Hof die Band „Yucatan“ sowie Pascal Koulahi and Friends von der Elfenbeinküste mit Trommelpercussions für Unterhaltung sorgten, hatte die Tierschutzgruppe einen Stand mit einer Trödel-Tombola aufgebaut, bei der jedes Los gewann.

Zudem wurden von den „proWerkstätten“ Waren angeboten. Unter anderem Handarbeiten. Zur Stärkung gab es Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen.

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