Offene Stellen auf dem Arbeitsmarkt/Insgesamt positive Entwicklung

Zu wenig Qualifizierte für das Gesundheitswesen

Wildeshausen - „Der Arbeitsmarkt in der Region Wildeshausen zeigt grundsätzlich eine positive Entwicklung“, erläuterte gestern Regina Krumpe, Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit Wildeshausen, die Situation für den hiesigen Bereich. Dennoch gebe es nach wie vor offene Stellen, die trotz der vorhandenen Arbeitslosenquote nicht besetzt werden könnten. Als Grund nannte Krumpe die abweichenden Qualifikationen.

„Wir brauchen zum Beispiel Kräfte im Gesundheitswesens. Da es sich dabei aber um eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit handelt, müssen die Mitarbeiter eine entsprechende Ausbildung haben.“

Laut Krumpe ermöglicht die Agentur für Arbeit diverse Fortbildungen und Umschulungen. Nichtsdestotrotz könne der Bedarf nicht gedeckt werden: „Der Arbeitsmarkt ist im Bereich der Altenpflege durchaus noch aufnahmefähig“, lautet die rationale Analyse. Mit anderen Worten: Kaum jemand möchte in diesem Bereich arbeiten, da die Bedingungen anspruchsvoll, die Entlohnungen aber nur mäßig ist. „Hier muss sich etwas ändern“, betonte Krumpe.

Im Dezember 2015 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Wildeshausen insgesamt 1237 Personen arbeitslos gemeldet – 49 Personen weniger als noch im Jahr 2014. Da der Winter im Dezember seine ersten Spuren hinterlassen hatte, war die Statistik im Vergleich zum November um 46 Personen angestiegen. „In den Außenberufen – etwa im Gartenlandschafts-Bereich oder im Baugewerbe – gab es witterungsbedingte Kündigungen“, erläuterte Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Wildeshausen. Auf der anderen Seite wurden weniger Menschen eingestellt.

Die Arbeitslosigkeit im SGB III (Arbeitslosengeld) nahm im Jahresdurchschnitt um 39 Personen (6,4 %) ab. „Eine positive Entwicklung“, so Kayser. Insbesondere die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren hätten von der guten Entwicklung profitiert. Die Arbeitslosigkeit lag im SGB III bei 557 Personen – 59 Personen mehr als im Vormonat und 51 Personen weniger als im Vorjahresmonat Dezember 2014. Die anteilige SGBIII-Arbeitslosenquote betrug im Dezember 1,9 %; im Vorjahresmonat betrug sie 2,2%.

Im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 13 Personen gesunken und liegt bei 680 Personen. Das sind zwei Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug im Dezember 2,4 %; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.

js

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