Kunst, Musik und Theater als Schulabenteuer

Offene Tür in Spasche: Von der Dinosaurier-Landschaft bis zum Meerjungmann-Rap

Mit ihrer Dinosaurier-Landschaft und dem Hörspiel haben die Eulennest-Kinder eine echte Abenteuer-Erlebniswelt geschaffen.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Dass Kasper nicht in die Schule gehen will, konnten die kleinen Besucher des Kasperletheaters beim „Tag der offenen Tür“ am Sonnabend an der Privatschule „Gut Spascher Sand“ wahrlich nicht verstehen.

Denn was könnte spannender sein, als eine Reise ins Land der Dinosaurier zu unternehmen, auf Ponys zu reiten, dem frechen Meerjungmann „Nix“ bei seinen Streichen zuzusehen und die Umgebung der Schule per Planwagenfahrt oder per Abenteuer-Rallye kennen zu lernen?

Talentierte Lehrerinnen erwecken das Kasperle-Ensemble zum Leben

Das abwechslungsreiche Nachmittagsprogramm hielt für kleine und größere Kinder spannende Erlebnisse und lustige Vorführungen bereit, während die Erwachsenen sich ausführlich über die Schule, aber auch über den Kindergarten und die Krippe informieren konnten.

Viele steuerten als eine der ersten Stationen das Kasperletheater im „Eulennest 1“ an. Zwei Erzieherinnen bewiesen dabei ihr Talent fürs Figurenspiel. Wie es sich für ein Kasperlestück gehört, erweckten sie nicht nur den frechen, aber lustigen Kasper, sondern auch dessen Großmutter, die Lehrerin, den Räuber und das Krokodil zum Leben und erzählten mit den Figuren die kleine Geschichte, in der Kasper ganz und gar nicht davon begeistert ist, in die Schule zu gehen – sich am Ende aber doch als recht schlau erweist. Statt still zu sitzen und den Mund zu halten, macht er der Lehrerin zwar das Leben schwer. Doch mit einem Trick gelingt es ihm, dem gefräßigen Krokodil schließlich die geklaute Zucker-Schultüte abzuluchsen, deren Inhalt er am Ende mit seinem Publikum brüderlich teilt.

Elf Kinder haben eine Dinosaurier-Landschaft gebaut

Die Entdeckungstour durch das „Kinderhaus“, wie der Bereich mit den drei Kindergarten-Gruppen und der Krippen-Gruppe auf Gut Spascher Sand genannt wird, hielt noch mehr Überraschungen bereit. Eltern und Kinder fanden sich plötzlich in einer großen Dinosaurier-Landschaft wieder. Ein halbes Jahr lang hatten elf Dinosaurier-begeisterte Kinder aus allen drei Kindergarten-Gruppen gemeinsam mit der Kinderhaus-Leiterin Katrin Wandschneider an den riesigen Pappmaché-Figuren gearbeitet.

„Zuerst haben wir mit Kartons die grobe Form zusammen gebastelt und dann alles mit Draht umbunden, sodass wir die Pappmaché-Masse auftragen konnten“, erzählte Wandschneider. Natürlich wurden der Triceratops, der Brachiosaurus, der Ankylosaurus und der Tyrannosaurus Rex im Anschluss auch bemalt.

Bühnenstück mit Hilfe von 80 Schülern realisiert

Auch gemalte Dinosaurier-Landschaften entstanden auf großen Blättern. Mit Tüchern, Baumstämmen, Pflanzen, einem Vulkan-Rauch-Spezialeffekt und nicht zuletzt mit dem Hörspiel, das die komplette Gruppe vom „Eulennest 2“ aufgenommen hatte, wurde die Dinosaurier-Landschaft zur abenteuerlichen Erlebniswelt. „Gerne würde ich unsere Dinosaurier auch eine Zeit lang im Stadthaus ausstellen“, verriet Wandschneider ihre weiteren Pläne. Die Eulennest-Kinder haben in jedem Jahr die Möglichkeit, an einem langfristigen Kunstprojekt teilzunehmen.

Rund 80 Kinder aus den Jahrgängen drei bis sechs von der Grundschule und der Integrierten Gesamtschule (IGS) zeigten in der Aula wiederum Kunst der ganz anderen Art. An dem witzigen Bühnenstück „Verflixt – in Spasche ist ein Nix!“ nach Kirsten Boies Kinderbuch „Verflixt, ein Nix“ waren die Projektgruppen Theater, Kunstatelier, Chor und Orchester beteiligt.

Schulband feiert vor der Mensa

Das Stück begann mit einer Szene am Meer: Mit dem Ende des Ostsee-Sommerurlaubs von Jonathans Familie. Jonathan fällt es schwer, sich von seiner neuen Freundin Sandra zu verabschieden. Ausversehen nimmt er dabei den falschen Muscheleimer mit nach Hause. Was zur Folge hat, dass sich im heimischen Badezimmer ein vorwitziger „Nix“ einnistet – ein Meerjungmann, der Jonathans Leben zu Hause und in der Schule ganz schön auf den Kopf stellt. Der freche kleine „Nix“ mit Dreizack und grünem Meermann-Kostüm begeisterte die kleinen und großen Zuschauer sichtlich – ebenso wie der fetzige Rap, den der Chor über den „Nix“ zum Besten gab.

Fetzig und noch eine ganze Spur lauter ging es übrigens auch vor der IGS-Mensa zu. Dort heizten die etwas älteren Schüler aus der Schulband ihrem Publikum ordentlich ein.

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