Offenbar Eigentümerwechsel/Denkmalschutz: Hochgradiges Interesse am Erhalt

Altes Ackerbürgerhaus: Es muss schnell etwas passieren

Das Fachwerk ist schwer beschädigt.
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Das Fachwerk ist schwer beschädigt.

Wildeshausen - Für ein halb verfallenes Ackerbürgerhaus an der Sägekuhle 2 in Wildeshausen besteht Hoffnung, dass es vielleicht doch noch gerettet werden kann. „Wir sehen das auf einem guten Weg“, so Peter Nieslony vom Bauordnungsamt des Landkreises.

Seit 1775 gehört das Haus zum historischen Gebäudeensemble in Sichtweite zur Alexanderkirche. Doch schon seit Jahren ist das Gebäude nicht mehr bewohnt. Die Dachbalken sind eingebrochen, das Fachwerk auf der Seite Grüne Straße ist zerfallen und die Hohlräume wurden als Müllbehälter missbraucht.

Offenbar hat es nun aber einen Besitzerwechsel für die Immobilie gegeben. Ein Architekt soll das Gebäude gekauft haben. Aus den Unterlagen kann Nieslony das nicht bestätigen. Ihm liegen auch noch keine Anträge eines neuen Eigentümers vor, aus denen hervorgeht, dass eine Sanierung oder Nachnachnutzung geplant ist. Dennoch geht der Bauamtsleiter von einer einvernehmlichen Lösung aus. „Wir haben ein hochgradiges Interesse am Erhalt des Hauses“, sagt er.

Bereits Ende des vergangenen Jahres war die Denkmalschutzbehörde von Nachbarn informiert worden, die den Verfall der Immobilie nicht einfach so hinnehmen wollten. Seit November kümmerte sich Denkmalschützer Stefan Effenberger um das Objekt und suchte das Gespräch mit den Besitzern. Der Landkreis forderte noch die Alt-Eigentümer zur Substandssicherung auf. Das Dach wurde vorläufig abgedichtet aber nicht vollständig geschlossen, so dass nasse Holz- und Bauteile durch natürliche Belüftung getrocknet werden sollten.

Eine Sicherungsverfügung ist nach Einschätzung von Nieslony derzeit nicht nötig und eine zu drastische Maßnahme. „Das soll einvernehmlich gelöst werden“, sagte er. Allerdings, so die Denkmalschützer, müsse das Gebäude bis zum Herbst deutlich besser vor der Witterung geschützt werden.

Das findet auch Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger, die eine erneute Anfrage an den Bürgermeister gerichtet hat, wie es mit dem Haus weitergehen soll. „Wenn nicht sehr bald etwas passiert, werden im Herbst und Winter Nässe, Frost und Schnee noch viel mehr Bausubstanz zerstören“, schreibt sie. „Dann bleibt vielleicht nur der Abriss. Dieser Verlust des Baudenkmals muss doch verhindert werden.“

dr

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