Investoren stellen erste Planungen vor: „Positive Reaktion der Politik“

Öko-Projekt auf Diakoniegelände?

Erläuterten die Planungen für das Diakonie-Gelände: Jörg Arendt-Uhde, Ines Trzaska, Ulrich Stoebe, Philipp und Peter Hellmers (v.l.).  dr
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Erläuterten die Planungen für das Diakoniegelände: Jörg Arendt-Uhde, Ines Trzaska, Ulrich Stoebe, Philipp und Peter Hellmers (v.l.).  dr

Wildeshausen – Die neuen Eigentümer der „Flachsbäker Heide“, dem heutigen Areal der Diakonie Himmelsthür, Philipp und Peter Hellmers aus Wildeshausen, haben am Donnerstag erste Ideen für das 15 Hektar große Gebiet vorgestellt, das sie im März erworben haben. Wie berichtet, bleiben 25 Hektar der Diakoniefläche im Besitz der Himmelsthür. Dazu gehören die Grundstücke des Hauses Herzogin Elisabeth, die Großküche und Verwaltung sowie die meisten Waldflächen.

Die Brüder Hellmers planen auf dem Gelände die Entwicklung eines Co2-neutralen Quartiers als „ökologisches Stadtentwicklungsprojekt mit Vorbildcharakter“. Zudem sollen auf dem seit jeher von sozialen Einrichtungen genutzten Areal künftig auch Bildungs- sowie Kulturinstitutionen einen Platz finden. Dazu wird beispielsweise das Haus Emsland mit dem großen Festsaal erhalten bleiben.

„Wir wollen keinen Flächenverbrauch“, sagen die Brüder Hellmers. An manchen Stellen solle entsiegelt, an anderen neu versiegelt werden. Auch das Haus Ammerland, der Wandelgang am Haus Emsland sowie möglicherweise zwei weitere Gebäude könnten erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Die meisten Bäume bleiben stehen

„Ein großer Teil der Bäume soll bleiben“, sagt Peter Hellmers, der von mutmachenden und konstruktiven Gesprächen mit allen Fraktionen im Stadtrat sprach. „Es gab große Erleichterung“, stellte er fest. „Bei dem Prozess, der jetzt seinen Anfang nimmt, wollen wir alle mitnehmen.“

Ganz konkret können und wollen die Investoren mit ihren Plänen noch nicht werden. Nach Angaben von Himmelsthür-Direktor Ulrich Stoebe, der kaufmännischen Direktorin Ines Trzaska und Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde leben derzeit noch 183 Menschen auf dem Diakoniegelände, das zu großen Teilen im Jahr 2025 aufgegeben wird. Bis dahin kommen die meisten Bewohner in Goldenstedt, Hude oder in drei in der Nähe Wildeshausens entstehenden Wohnangeboten unter. 40 Personen bleiben im Haus Herzogin Elisabeth.

Bis zum Jahr 2024 sollte eine Flächennutzungsplanänderung sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgt sein, um schnell mit dem Projekt beginnen zu können.

Investoren kennen das Gelände gut

„Wir sind in Wildeshausen aufgewachsen, kennen die Stadt und auch dieses besondere Areal seit Kindertagen“, erklärt Philipp Hellmers. „Es gibt selten die Chance, so ein Gelände zu entwickeln – und dann noch in der Heimatstadt. Darum gehen wir mit Bedacht und auch unter Berücksichtigung der Historie an dieses Projekt. Unser Ziel ist es, ein innovatives Quartier zu entwickeln, das auch einen Beitrag zum städtebaulichen Entwicklungskonzept Wildeshausen 2030 leistet, zugleich aber seine Identität und Qualität als Waldgebiet behält.“

Neben dem Konzept für die Entwicklung des Geländes gilt es nach Angaben der Investoren auch, die verkehrliche Anbindung zu berücksichtigen, um eine Überlastung der Erschließungsstraßen zu verhindern. Das Mobilitätskonzept mit E-Ladesäulen für (Lasten-)Fahrräder und Autos sowie Carsharing- und E-Bike-Angeboten für Bewohner soll die Zufahrtsstraßen zudem entlasten.  

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