Wilhelm Schilling aus Wildeshausen gründet Stiftung

Oberstes Ziel: Kindern helfen

Die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung: Imke Hillmann, Wilhelm Schilling und Christina Kern (von links).
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Die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung: Imke Hillmann, Wilhelm Schilling und Christina Kern (von links).

Wildeshausen – „Ich komme aus richtig armen Verhältnissen in Mormerland“, sagt Wilhelm Schilling, 78-jähriger Wildeshauser. Diese schwierige Zeit, in der er trotz eines Nervenleidens schon im Kindesalter versuchte, die Familie zu unterstützen, prägt sein Handeln auch heute noch. Vor wenigen Monaten hat er in Erinnerung an seine verstorbene Frau die Rena-Schilling-Stiftung in Wildeshausen gegründet.

Sein Anliegen ist es, notleidenden und bedürftigen Kindern sowie Familien zu helfen und ihnen Kinobesuche, die Teilnahme am Vereinsleben oder bessere Bildungschancen zu ermöglichen. Dafür benötigt er ebenso wie die beiden Kuratoriusmitglieder Imke Hillmann und Christina Kern Spenden, weil allein der Sockelbetrag für die Stiftung in der aktuellen Zeit kaum Zinsen abwirft.

„Wir haben uns viele Jahrzehnte gemeinsam für soziale Organisationen engagiert“, erzählt Schilling von Spenden an das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser oder das SOS-Kinderdorf. Schon vor mehr als 25 Jahren hätten seine Frau und er sich über die Möglichkeiten informiert, eine eigene Stiftung zu gründen. Nun hat er dieses Ansinnen selbst verwirklicht und ist sich sicher, dass seine Frau es nicht anders gewollt hätte.

Erste Projekte in Wildeshausen geplant

„Wir wollen mit Wildeshausen beginnen“, so der langjährige erfolgreiche Unternehmer, der zuletzt eigene Produktionsstätten im Lebensmittelbereich aufgebaut hat. Deshalb hat er bereits intensive Gespräche mit der Landkreisverwaltung sowie der Stadt Wildeshausen geführt, um Bereiche zu finden, wo sich sein Engagement lohnt.

Wie berichtet, hat die Stiftung 7.000 Euro dazugegeben, um dem Kreisjugendamt den Kauf eines Transporters zu ermöglichen. Dieser fährt mit dem „Café Bobbycar und Kinderwagen“ in Bereiche des Landkreises, wo es nicht so viele Angebote für Kleinkinder gibt, um den Kleinen Spaß und den Eltern Gelegenheit zum Austausch zu bieten.

„Manchmal geraten wir in Situationen, die wir ohne externe Hilfe nur schwierig alleine bewältigen können. Sind dann auch noch unsere Kinder betroffen, stehen wir womöglich vor einer besonders großen Herausforderung. Wir möchten an dieser Stelle eine Erleichterung verschaffen, indem wir zum Beispiel finanzielle Unterstützung für Schulmaterialien, Ferienfreizeiten sowie medizinische Behandlungen anbieten“, heißt es auf der Seite der Stiftung.

Schilling denkt auch daran, dem Frauenhaus in Wildeshausen zu helfen. „Da fehlt noch so vieles“, sagt er. Andererseits ist er sicher, dass es in der Region viele Menschen gibt, die sein Anliegen unterstützen und die Sicherheit zu schätzen wissen, dass eine Stiftung nur sehr streng kontrolliert Ausgaben tätigen kann. Wer helfen oder sich weiter informieren möchte, sollte die Homepage www.rena-schilling-stiftung.de besuchen oder eine E-Mail an rena-schilling-stiftung@gmx.de schicken. Der Stiftungsgründer ist unter Telefon 04431/5422 zu erreichen.

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