Wildeshausen: Kitas dürfen Gruppen mit 50 Prozent besetzen

Notbetreuung dringend gewünscht

Viel Platz in der Gruppe: Derzeit sind im Kindergarten „Schatzinsel“ nur wenige Kinder.
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Viel Platz in der Gruppe: Derzeit sind im Kindergarten „Schatzinsel“ nur wenige Kinder.

Wildeshausen – Corona-Lockdown in Niedersachsen – das heißt auch, dass Jungen und Mädchen nicht mehr die Kindertagesstätten besuchen dürfen. Zumindest dann, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, weil die Eltern keine anderen Betreuungsmöglichkeiten finden.

Laut der neuen Verordnung vom Freitag dürfen die Gruppen im Notfall nur noch von der Hälfte der sonst zulässigen Kinder besucht werden. Das klappt recht gut, wie eine kleine Umfrage in den heimischen Kindertagesstätten ergab. Allerdings ist nicht klar, ob es auch dauerhaft gelingt.

Nächste Woche kommen mehr Kinder

„Derzeit haben wir zehn Jungen und Mädchen in der Einrichtung“, berichtet Kerrin Mellmann, Leiterin des Kindergartens „Schatzinsel“ in Wildeshausen. In den jeweiligen Gruppen seien aktuell ein bis drei Kinder. „Wir wissen aber schon jetzt, dass es ab nächste Woche mehr werden“, sagt sie. Denn viele Mütter und Väter wüssten nicht, wie ihr Nachwuchs anderweitig betreut werden kann, wenn sie arbeiten müssen. „Die Eltern müssen sich ja vom Arbeitgeber bescheinigen lassen, dass sie im Betrieb weiterarbeiten müssen. Das haben manche nicht so kurzfristig geschafft“, so Mellmann mit Blick darauf, dass die neuen Regelungen erst Ende der vergangenen Woche bekannt gegeben wurden. Ihren Angaben zufolge liegen jetzt schon einige Anträge vor, die vom Träger des Kindergartens, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, genehmigt werden müssten. In der „Schatzinsel“ könnten somit bei 50-prozentiger Auslastung 60 Kinder betreut werden. Bislang, so Mellmann, hätten die Eltern großes Verständnis für die Maßnahmen aufgebracht. „Die Mütter und Väter ziehen gut mit“, freut sie sich. Die Kommunikation zwischen der Leitung und den Elternvertretern laufe reibungslos.

„Knaggerei“: Einige Kinder in der Notbetreuung

Davon kann auch Conny Sandvoß, Leiterin des katholischen Kindergartens „Knaggerei“ berichten. Auch sie hat einige Kinder in der Notbetreuung. Während eine Gruppe mit der Hälfte der Kinder voll besetzt sei, seien in anderen Gruppen nur wenige Jungen und Mädchen. „Viele Eltern benötigen eine Betreuung für ihren Nachwuchs“, so Sandvoß. „Für alle Beteiligten ist das schwierig.“ Sie erfahre zudem, dass sich einige Eltern viele Gedanken über die Frage machen, wie es weitergehen soll, wenn der Lockdown noch einmal über den Januar hinaus verlängert wird. „Im vergangenen Frühjahr wussten sie, wie lange es dauern wird, jetzt ist das unklar“, betont Sandvoß. Bislang hätten aber auch bei ihr viele Mütter und Väter Verständnis für die schwierige Situation gehabt.

Gut Spasche hat viel Platz

Ungleich komfortabler ist die Lage im Privatkindergarten auf Gut Spasche. „Wir haben hier große Räume und können rausgehen“, berichtet Leiterin Petra Vollmann. Jede Gruppe habe ihr Haus, sodass sich die Kinder untereinander gar nicht begegnen würden. Der Notdienst wird nach ihren Angaben gut angenommen. Rund die Hälfte der Kinder seien jeden Tag anwesend, was sie auch sehr gut findet. „Wir müssen aufpassen“, so Vollmann. „Es geht auf die Psyche der Kleinen, wenn sie nicht ihren Kindergarten besuchen dürfen und Kontakt zu anderen Jungen und Mädchen haben.“ Von daher müsse man immer sorgfältig abwägen, ob es besser sei, die Kinder zu Hause zu lassen oder in die Tagesstätten zu bringen.  

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