Norddeutschlands größtes Tuning-Festival feiert in Wildeshausen Premiere

Staunen zwischen Gummi, Blech und Qualm

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Im Wettbewerb ging es um den lautesten Auspuff.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Für manche ist es nur ein fahrbarer Untersatz, für andere das schönste Spielzeug, Schmuckstück und eine große Leidenschaft: das Auto. In allen Varianten waren die Vierräder am Sonnabend während Norddeutschlands größtem Tuning-Festival auf dem Gelände der Fun-Factory in Wildeshausen zu sehen.

Von Käfer bis Viper, von Oldtimer bis Rennauto, von aufgemotzt bis unauffällig – unter den 300 Showautos war alles dabei, was das Herz begehrt.

Und das Event, das in Wildeshausen Premiere feierte, ließ nicht nur Männerherzen höher schlagen. Auch weibliche Autofans lauschten gespannt dem Contest der lautesten Auspuffanlage oder krönten das schönste Auto per Beifalllautstärke zum Sieger. Sogar viele ganz kleine Autofans mischten sich am Nachmittag mit ihren Eltern unter das Publikum und testeten am Rande des Festivals mit Laufrad ihren ganz eigenen Traum von der Geschwindigkeit.

Organisator Timo Beier, Inhaber der Kfz-Werkstatt „Motec“ in Kirchseelte, hatte die Veranstaltung gemeinsam mit der Fun-Factory auf die Beine gestellt. „Die Fun-Jungs haben mich kurzfristig angerufen, und wir haben spontan beschlossen, das ‚Fast and furious‘-Festival ins Leben zu rufen“, erklärte Beier. Geplant ist, das Event nun in jedem Jahr gemeinsam zu organisieren.

Mit der Premiere zeigte sich Beier jedenfalls am späten Nachmittag schon sehr zufrieden. „Die Stimmung ist super, das Publikum groß, und die rund 300 Teilnehmer sind mit ihren getunten Autos teilweise weit angereist – wir decken heute einen Umkreis von ungefähr 100 Kilometern in alle Richtungen rund um Wildeshausen ab“, freute sich Beier.

Den Augen und Ohren der Zuschauer wurde einiges geboten. Natürlich durften zwischen den Blechträumen auch die Tuning-Girls nicht fehlen: Beim „Sexy-Car-Wash“ hatten sie ihren großen Auftritt. Daneben bildeten die verschiedenen Wettbewerbe der Autobesitzer die Höhepunkte des Nachmittags. Laut wurde es, als 31 Contest-Teilnehmer nacheinander hören ließen, was ihre Auspuffanlagen hergaben. Beier höchstpersönlich maß die Dezibel. Den Siegerpokal konnte der Besitzer einer Viper Dodge mit 126,3 Dezibel mitnehmen.

Beim Wettbewerb „Show and Shine“ entschied dagegen das Publikum. Von innen und außen wurden die Tuning-Autos vom Publikum genauestens unter die Lupe genommen. Dann musste aber schnell eine Entscheidung her: Wie laut soll der Beifall für das hübsche Stück ausfallen?

Längst nicht alle der Showautos, die sich auf dem Gelände eingefunden hatten, nahmen an den Wettbewerben teil. Schauen und Staunen war natürlich trotzdem erlaubt. So manch einer drehte seine Runde zwischen den parkenden Autos und blieb hier und da bewundernd stehen.

Auf einem abgesperrten Areal ging es ununterbrochen „heiß“ her. Je mehr Qualm zu sehen war, desto mehr freuten sich die Autofans. „Auf diesem Areal darf heute jeder zeigen, was er kann – und ausprobieren, was er möchte“, so Beier. Das nutzten die Tuning-Fans gerne aus.

Zwischendurch zog allerdings der Motorrad-Stuntman Dennis Jansen die Aufmerksamkeit auf sich. Ob freihändiges Fahren, ein „Ride“ im Stehen oder spektakuläre Sprünge und Bremsungen – der Stuntman sorgte für zahlreiche Adrenalinkicks.

Das schrille Treiben auf dem Außengelände verschob sich dann abends bei der Aftershowparty in die Diskothek. Dort bildete die Wahl der „Miss Tuning-Fun 2015“ einen Höhepunkt des Abends.

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