Nieberding-Stiftung kann kaum Geld ausschütten/Investitionen sind schwierig

Mini-Zinsen bringen nur noch wenige hundert Euro

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Die Nachnutzung des Feuerwehrhauses ist weiter ungewiss.

Wildeshausen - Die Zeiten für Stiftungen sind angesichts niedriger Zinssätze schlecht. Das trifft auch die Wildeshauser Nieberding-Stiftung, deren Vermögen aktuell lediglich wenige hundert Euro jährlich abwirft. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass damit Projekte für Kinder und Jugendliche in der Stadt unterstützt werden sollen.

Am Donnerstag tagt der Beirat der Stiftung erneut, und auch dieses Mal steht die Frage im Raum, wie es gelingen kann, die Einnahmesituation zu verbessern. Laut Haushaltsplan hat sich die Liquidität der Stiftung positiv entwickelt. Während Ende 2006 rund 300000 Euro liquide Mittel vorhanden waren, belief sich der Stand Ende 2014 auf 748 000 Euro. Abzüglich der im Wesentlichen gebundenen Rücklagenmittel stehen für Investitionszwecke 550000 Euro zur Verfügung. Das ist auch die Summe, mit der theoretisch höhere Zinserträge erwirtschaftet werden könnten, als es in den vergangenen Jahren der Fall war.

Aus der Politik waren mehrere Vorschläge gekommen, das Geld in städtische Projekte zu investieren, um auf diesem Weg höhere Erlöse zu erzielen, die wiederum an Kinder- und Jugendprojekte ausgeschüttet werden können. Die Verzinsung der liquiden Mittel ist zwischenzeitlich auf 0,1 Prozent gefallen, und es ist nicht davon auszugehen, dass die Erträge in naher Zukunft wieder steigen werden.

Somit beschäftigte sich die Stiftung mit den Anregungen, Geld in das geplante Rettungszentrum, den Standort des alten Feuerwehrhauses, die Immobilie Kleine Straße 14 (ehemaliges Jugendzentrum) oder eine Jugendherberge zu stecken. In der Vorlage zur Beiratssitzung werden jedoch alle Projekte skeptisch beurteilt, da keine unmittelbare Realisierung zu erwarten ist.

Bislang weiß noch niemand, wann das neue Feuerwehrhaus gebaut ist und damit der alte Standort freigegeben wird. Derzeit ist geplant, dort ein „Urgeschichtliches Zentrum“ einzurichten. „Diese Planungen sind zunächst abzuwarten, bevor hier eine Investition durch die Stiftung geprüft werden kann“, heißt es in der Vorlage. Zur Sanierung und Nutzung des Gebäudes „Kleine Straße 14“ als Probenraum für das Blasorchester wurde im Rat beschlossen, zunächst zu prüfen, ob die Häuserzeile erhaltens- oder schützenswert ist. Deshalb sind die weiteren Beratungen abzuwarten. Zur Frage der Errichtung einer Jugendherberge bestehen Betreiberrisiken, die stiftungs- und aufsichtsrechtlich noch zu prüfen sind. Somit ist auch hier keine Investition denkbar.

Da also voraussichtlich kurzfristig keine Investition aus den liquiden Mitteln erfolgen dürfte, muss der Beirat der Nieberding-Stiftung darüber entscheiden, ob nicht doch eine längerfristige Geldanlage in Betracht kommt, um wenigstens etwas bessere Zinserträge erwirtschaften zu können. Andernfalls wird es auch in den kommenden Jahren nur geringe Ausschüttungen an Kinder- und Jugendprojekte geben.

dr

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