Gestern Abend Streit im Ausschuss

„Nicht den Wasserkopf aufblähen“

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Während die einen von einem „aufgeblähten Wasserkopf“ sprachen, war es für die anderen „nicht mehr“ als eine funktionierende und handlungsfähige Stadtverwaltung: Mit den Stimmen von CDU und FDP sprach sich der Haushalts-, Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss gestern Abend jedoch gegen die Bereitstellung von finanziellen Mitteln zur Neubeurteilung von Mitarbeiterposten aus.

Da brachten auch alle Appelle von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sowie UWG, SPD und Grünen nichts – die Mehrheitsgruppe will nach Aussage von CDU-Fraktionssprecher Dr. Volker Pickart bei „solchen personellen Angelegenheiten ein Wort mitreden. Wir können die Verwaltung nicht aufblähen und uns nur Führungskräfte heranziehen.“ Die Rede war von 22 700 Euro für das laufende Haushaltsjahr und 29 900 Euro für 2011.

Rainer Kolloge (UWG) erinnerte daran, dass aus dem Verwaltungsausschuss doch bereits breite Zustimmung signalisiert worden sei: „Die CDU will aber jetzt scheinbar einen konsequenten Bürokratisierungsvorschlag unterbreiten. Das ist absoluter Quatsch. Wir nähern uns Schilda immer mehr an.“

Der Bürgermeister ging sogar noch einen Schritt weiter: „Wir müssen einige Stellen auf Sachbearbeiterebene entwickeln. Ferner muss im Bereich der Stellvertretungen in den verschiedenen Fachbereichen ein einheitliches Vergütungsniveau geschaffen werden.“ Zudem seien Aus- und Fortbildungen nötig, um die Kollegen weiter aufzubauen. Es sei nicht möglich, Mitarbeiter einfach so mit höher zu bewertenden Aufgaben zu betrauen: „Dann sage ich Ihnen hier, dass die Verwaltung schon bald handlungsunfähig sein wird. Hier wird leider recht laienhaft argumentiert.“

Stephan Rollié (CDU): „Natürlich wollen auch wir die Aus- und Weiterbildung. Aber es kann nicht sein, dass der Wasserkopf immer mehr gepusht wird und höher dotierte Stellen mal eben so vergeben werden.“ Daher müsse die Politik dringend auf die Entwicklung achten, von Fall zu Fall entscheiden. Auch der Einwand von Dr. Shahidi, der Sitzungsvorlage lägen die genauen Begründungen bei, konnte die Mehrheit nicht umstimmen.

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