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Johanneum erhält drittes Krankenhaussiegel zur Eindämmung von Keimen

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Von: Dierk Rohdenburg

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Bei der Übergabe: Maria Zewuhn (Pflegedienstleiterin), Anna Rohner (Auszubildende Gesundheitsamt), Mireille Gerecitano-Schmidek (Ärztin Gesundheitsamt), Dagmar Rocker (Niedersächsisches Landesgesundheitsamt), Rainer Freudenberg (Hygieneinspektor Gesundheitsamt), Hubert Bartelt (Verwaltungsdirektor) und Josef Schierholt (Fachkraft für Krankenhaushygiene, v.l.).
Bei der Übergabe: Maria Zewuhn (Pflegedienstleiterin), Anna Rohner (Auszubildende Gesundheitsamt), Mireille Gerecitano-Schmidek (Ärztin Gesundheitsamt), Dagmar Rocker (Niedersächsisches Landesgesundheitsamt), Rainer Freudenberg (Hygieneinspektor Gesundheitsamt), Hubert Bartelt (Verwaltungsdirektor) und Josef Schierholt (Fachkraft für Krankenhaushygiene, v.l.). © Rohdenburg

Wildeshausen – Das Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen wurde bereits im vergangenen Jahr für sein Engagement bei der Verbesserung der Infektionsprävention mit dem euregionalen Qualitäts- und Transparenzsiegel des Netzwerkes „EurHealth-1Healthnet“ ausgezeichnet. Coronabedingt brachte Dagmar Rocker, beim niedersächsischen Landesgesundheitsamt zuständig für Krankenhaushygiene, aber erst am Donnerstag das dazugehörige Schild mit, das im Eingangsbereich der Klinik angeschraubt hängen soll.

Zentrales Ziel der zu erfüllenden Qualitätskriterien ist die effektive Eindämmung von multiresistenten Erregern (MRE). Das Johanneum beteiligt sich seit zehn Jahren an der Zertifizierung. Hubert Bartelt, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, betonte: „Die erneute Auszeichnung ist die Bestätigung der sehr guten Arbeit unserer Mitarbeiter bei der Umsetzung der hohen Hygienestandards. Das ist das Resultat der kontinuierlichen Arbeit unserer Krankenhaushygiene.“

Mit Verweis auf die Corona-Pandemie erklärte Bartelt: „Im Jahr 2020 hat sich gezeigt, dass wir ganz offensichtlich gut vorbereitet waren.“

Das bestätigten Mireille Gerecitano-Schmidek und Rainer Freudenberg vom Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg. „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Bei den jährlichen Hygiene-Begehungen gibt es kaum etwa zu beanstanden“, betonten sie.

Zu den Kriterien, die das Johanneum erfüllt, gehören überdies die Entwicklung von Standards für den rationalen Einsatz von Antibiotika, die strukturierte Behandlung widerstandsfähiger Keime sowie die Mitgestaltung von Netzwerken.

Akteure müssen gut vernetzt sein

„Eine langfristige Lösung zur Bekämpfung multiresistenter Keime ist nur zu erreichen, wenn viele Akteure gut vernetzt zusammenarbeiten. Mit unserem Netzwerk und dem Siegel können wir wirksame Standards etablieren, um einer der größten Herausforderungen in der gesundheitlichen Versorgung entgegenzutreten“, erläuterte Rocker.

Bereits seit 2012 beteiligt sich das Krankenhaus Johanneum am deutsch-niederländischen Netzwerk – zunächst am interregionalen Projekt „EurSafety Health-net“ und anschließend am daran anknüpfenden „EurHealth-1Health-Projekt“. Dieses ist ein grenzüberschreitendes Netzwerk von Gesundheitseinrichtungen, Universitäten und dem öffentlichen Gesundheitsdiensts in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Im Fokus steht die Bewältigung zentraler Herausforderungen der Gesundheitsversorgung: die Bekämpfung von Infektionen, die durch besonders resistente Mikroorganismen verursacht werden sowie die Vermeidung von Antibiotikaresistenzen bei Menschen und Tieren und damit verbundenen Risiken für Patienten sowie die öffentliche Gesundheit.  

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