AFK-Mitglieder jetzt mit einheitlichen Sakkos 

„Nicht nur der älteste, sondern auch der aktivste Gildeclub“

Seit nunmehr 47 Jahren gibt es den Anwärterförderkreis für die Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde. Jetzt haben die Mitglieder ihre einheitlichen Sakkos erstmals präsentiert. Zu Gast war Gilde-Schatzmeister Siegbert Schmidt (7. von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. In edlen blauen und einheitlichen Sakkos kommen die Mitglieder des Anwärterförderkreises zur Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde von 1403 (AFK) jetzt daher. Diese hat sich der Club angeschafft und währen der Generalversammlung in der „Hemelinger Bierstube“ bei Edith Neuhaus vorgestellt.

Ehrengast der Versammlung war der Schatzmeister der Gilde, Siegbert Schmidt, dem für seinen großen Einsatz gedankt wurde. Schmidt fand die neuen Jacken schick und sprach den Mitgliedern ein Lob für den Zusammenhalt aus.

„Der AFK ist nicht nur einer der ältesten Gildeclubs, sondern auch einer der aktivsten. Sechs Könige und vier Offiziere sind aus unserem Kreis bisher hervorgegangen“, erzählten die Mitglieder. Das waren Manfred Klein, Karl Schulze Temming-Hanhoff, Hermann Petermann senior, Hermann Petermann junior, Lutz Ertelt und Björn Köhler bei den Königen und Dieter Hellbusch, Harro Grotelüschen, Bernd Niester sowie Martin Posenauer bei den Offizieren. Das sei Grund genug, bei gemeinsamen Veranstaltungen auch einheitlich aufzutreten: „Darum haben wir uns für diese Sakkos entschieden.“

Gegründet wurde der AFK im Jahr 1969 aufgrund einer eher lustigen aber sinnvollen Begebenheit. Wirt der Gaststätte „Wappenklause“ auf der Schabböge in Wildeshausen war damals Toni Pundt. Er war nicht nur begeisterter Anhänger der Schützengilde, sondern hatte auch den Traum, den Vogel von der Stange zu holen und König zu werden. Als er dieses Ansinnen jedoch seiner Frau Inge anvertraute, war sie fassungslos vor Erstaunen. Sie erklärte ihm schlichtweg, dass sie sich in diesem Fall sofort scheiden lassen würde. Denn schließlich bräuchte man das Geld dringender für Dinge des täglichen Lebens, als für das Vergnügen eines Gildekönigs. „Bei Pundts wurde ohnehin gemacht, was Inge wollte. Und so verzichtete Toni auf den Königsschuss“, erinnern sich ältere Könige.

Da Pundt aber dennoch der Auffassung war, dass in dem Neubaugebiet unbedingt ein Gildekönig ansässig sein sollte, überraschte er eines Sonntagsmorgen, kurz vor Pfingsten 1969, die Stammtischbrüder mit einer bedeutsamen Ankündigung: „Sollte jemand aus dieser Runde in den nächsten Jahren Gildekönig werden, so erhält er von mir 100 Mark persönliche Zuwendung.“ Die spontane Reaktion der Runde lautete: „von mir auch, von mir auch, von mir auch.“ Damit war der AFK geboren.

Schon ein Jahr später stellte der Club mit Manfred Klein den ersten König. Und das in dem Jahr, in dem die Stadt das 700-jährige Bestehen der Stadtrechte feiern konnte. Erster Offizier, den die Runde gestellt hat, wurde 1971 Harro Grotelüschen.

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