Investor möchte 60 Einheiten für Senioren bauen

Neues Wohnen geplant

Helmut Müller zeigt, wo er gerne bauen möchte.Archivfoto: dr

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Experten schlagen Alarm: In vielen Teilen Deutschlands droht bis zum Jahr 2025 Wohnungsnot. Das könnte ebenfalls für Wildeshausen zutreffen. Denn die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (StEM) wird auch mit verkleinerten Grundstücken nur eine bestimmte Käuferschicht ansprechen. Neue Baugebiete für Normalverdiener werden aber nicht ausgewiesen.

„Nicht jeder möchte das typische Einfamilienhaus im Neubaugebiet“, sagt Immobilienkaufmann Helmut Müller. Für die Stadt Wildeshausen bedeute der fehlende Wohnungsbau aber eine problematische Entwicklung. Es würden keine Arbeitsplätze in der Baubranche geschaffen oder gehalten, die Kaufkraft der Bevölkerung werde nicht gesteigert, und auch die Steuereinnahmen, mit denen wichtige Projekte finanziert werden könnten, stagnierten.

Müller hat sich mit der jüngeren Entwicklung in der Wittekindstadt beschäftigt und festgestellt, dass in der Zeit von 1989 bis 1995 pro Jahr 362 Neubürger begrüßt werden konnten. Die Zahlen sanken dann stetig, so dass in den vergangenen zwei Jahren nur jeweils 141 neue Einwohner nach Wildeshausen kamen. „Bei durchschnittlich 90 neuen Wohneinheiten, die im Jahr in Wildeshausen fehlen, kommen wir bis zum Jahr 2025 auf einen Fehlbestand von 1 350 Wohneinheiten“, so Müller. Es sei Fakt, dass es jede Menge Menschen gebe, die in die Kreisstadt ziehen wollten. „Wir Makler können nur leider nichts Entsprechendes anbieten“, lautet die bittere Erkenntnis.

Angesichts der demografischen Entwicklung sei es wichtig, sowohl älteren als auch jüngeren Menschen Wohnraum zu bieten. Über einen Investor wurde Müller vor kurzem beauftragt, einen neuen Seniorenwohnpark mit 40 bis 60 Wohneinheiten für Wildeshausen zu entwickeln, zu betreuen und zu verwalten. Daneben könnte auch „junges Wohnen“ entstehen. Ins Auge fasste der Immobilienkaufmann eine Fläche hinter dem famila-Markt und stellte bereits im November 2009 eine Anfrage an die Stadtverwaltung – bislang jedoch, ohne eine Antwort bekommen zu haben.

Dabei klingt der Plan nicht schlecht: Es soll Wanderwege, Sitznischen, Supermarkt, Backshop und ein Café geben. „Damit sich kein Konflikt zur Vermarktung der StEM ergibt, schlagen wir vor, dort nur Hausgruppen mit mindestens drei Wohneinheiten sowie Geschossbau mit vier Wohneinheiten zu realisieren“, sagt Michael Müller. Der Bereich sei fußläufig an die Einkaufsmöglichkeiten anzubinden. „Die Erschließung des Geländes würden wir übernehmen.“ Zurzeit sind die Flächen als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen. „Nach einem positiven Signal wäre es dann sicherlich die Aufgabe der Stadt, die planerischen Voraussetzungen zu schaffen“, so die Kaufleute. Die angrenzenden Gewerbegebiete würden nicht als störend angesehen – und in Wildeshausen würden bis zu sechs Millionen Euro investiert.

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